Tim Affeld zum Start von "InTouch – Stars. Styles. Stories" "Wir wollen den Zuschauern einen Blick hinter die Kulissen der Promiwelt bieten"

Montag, 19. September 2016
"Intouch"-Chefredakteur Tim Affeld beim Dreh
"Intouch"-Chefredakteur Tim Affeld beim Dreh
Foto: Bauer Media Group

Am Montagabend um 22:15 Uhr startet bei RTL 2 mit "InTouch – Stars. Styles. Stories" das TV-Magazin zu der People-Zeitschrift aus der Bauer Media Group. Im Interview mit HORIZONT spricht Chefredakteur Tim Affeld über die Idee zu "Intouch TV", seine Erwartungen an das Format und warum er nicht der Bernd Stromberg der Medienbranche ist.

Herr Affeld, werden Sie als Protagonist von "InTouch – Stars. Styles. Stories" nun selbst Gegenstand ihrer eigenen Berichterstattung?
(lacht) Das habe ich mich auch schon gefragt, ob ich demnächst bei den Kollegen auf dem Titel auftauche, aber ich glaube, soweit wird es nicht gehen.

Die Zuschauer sollen in der Sendung der Redaktion von "Intouch" über die Schulter schauen. Wie muss man sich das vorstellen? Wie bei "Stromberg"?
Ich hoffe, dass es bei uns ein wenig glamouröser aussieht. Ich habe auch nicht so furchtbare Anzüge an. Die Beschreibung, der Redaktion über die Schulter zu schauen, trifft es tatsächlich ganz gut. Wir wollten kein weiteres klassisches Promimagazin machen, bei denen vor allem die News im Vordergrund stehen. Die Zuschauer begleiten die "InTouch"-Redaktion bei der Arbeit und erleben zum Beispiel mit, wie eine Redaktionskonferenz abläuft, wie sich Redakteure mit Promis treffen, Interviews führen, Produkte testen oder Trends nachspüren. Außerdem werden die News von uns eingeordnet. Die Promiwelt ist ja auch zum Teil eine Schweinwelt voller skurriler Menschen. Wir wollen den Zuschauern auch einen Blick hinter die Kulissen dieser Scheinwelt bieten.

Wie stark inszeniert sind die Szenen in der Redaktion, die das Publikum sehen wird?
Uns war wichtig, dass wir den Zuschauern einen authentischen Einblick in die Redaktion geben. Es wird bestimmt Leute geben, die sagen, das ist doch alles gescriptet. Das war aber nie der Ansatz und das war auch überhaupt nicht nötig. Das gesamte Team war wirklich mit ganz viel Leidenschaft dabei. "InTouch – Stars. Styles. Stories" ist für uns alle auch ein kleines Abenteuer.
Die "InTouch"-Redaktion bei der Redaktionskonferenz
Die "InTouch"-Redaktion bei der Redaktionskonferenz (Bild: RTL 2)
Wie kam die Idee zu "Inouch TV" zustande?
Die Idee, "InTouch TV" zu machen, gibt es schon lange. Wir haben "InTouch" schon immer als Marke gesehen, die sehr gut ins TV passt, auch von der Zielgruppe her. Das Problem war immer, dass es konzeptionell bislang nicht so richtig hingehauen hat. Wir wollten keine Kopie von Formaten machen, die es schon gibt. Letztendlich ist im vergangenen Jahr Joker Productions auf uns zugekommen und hat uns eine Idee für "InTouch – Stars. Styles. Stories" präsentiert, die wir sehr spannend fanden. Wir haben dann einen Piloten gedreht, um ein Gefühl dafür zu bekommen und waren danach alle sehr positiv überrascht.

Warum ist RTL 2 aus Ihrer Sicht der richtige Partner für das Projekt?
Ich fühle mich mit RTL 2 als Partner sehr wohl. Wir sind über die Bauer Media Group, die an RTL 2 beteiligt ist, ja auch miteinander verbandelt. "InTouch" und der Sender passen von der Zielgruppe, aber auch von den Themen her gut zueinander. Viele Protagonisten aus dem Programm von RTL 2 wie Daniela Katzenberger, die Geissens oder Sarah und Pietro spielen auch in "InTouch" eine große Rolle.

Wie werden die Sendung und das Heft miteinander verzahnt?
Die wichtigen Themen werden sicher sowohl im Heft als auch in der Sendung auftauchen, aber wir werden nichts übers Knie brechen. Das Magazin ist natürlich sehr aktualitätsgetrieben. Auf der anderen Seite gibt es Geschichten, die kann man im Fernsehen besser erzählen als in Print. Ich glaube, die Welt von "InTouch" ist groß genug, auf beiden Kanälen spannende Geschichten zu erzählen. Im Netz bereiten wir Themen ja auch anders auf als im Magazin.

Wie sind Ihre Erwartungen an die Sendung?
Wir sind da ganz entspannt und gehen nicht mit übertriebenen Erwartungen an die Sache heran. Für "InTouch" ist das ein wahnsinnig spannendes Projekt, um zu sehen, wie die Marke im Fernsehen funktioniert. Für mich ist wichtig, dass die Marke nicht darunter leidet und dass sich auch die Mitarbeiter damit wohlfühlen.

Wie wird das Format im Vorfeld beworben?
Wir werden natürlich im Heft für die Sendung trommeln und auch ein paar Geschichten machen, die auf Beiträge in "InTouch – Stars. Styles. Stories" hinweisen. Außerdem weisen wir online und über unsere Social-Media-Kanäle auf das Format hin. Auch innerhalb der Gruppe wird das Projekt extrem gut unterstützt, unter anderem mit Beiträgen in unseren Programmies aber auch in anderen Titeln.

Haben Sie zum Start von "Intouch – Stars. Styles. Stories" einen besonderen Scoop auf Lager?
Ein klassischer Scoop ist bei dem Vorlauf der Sendung natürlich schwer planbar. Uns ist wichtig, dass die Leute gut unterhalten werden und dass wir unseren Ansatz, die Promiwelt mit einem Augenzwinkern abzubilden, auch in die Sendung übertragen. Ein Thema der ersten Sendung ist Justin Bieber, der momentan ja ein etwas ambivalentes Verhältnis zu seinen Fans hat und zum Beispiel seinen Instagram-Account gelöscht hat. Daraus entstand die Frage, wie es wohl ist, Justin Bieber zu sein. Wir haben ein tolles Justin-Bieber-Double gefunden, mit dem wir losgezogen sind. Die Reaktionen waren erstaunlich. Das lustige ist, dass Justin Bieber von der Aktion Wind bekommen hat und er sein Double jetzt gerne kennenlernen möchte.

Außerdem hat Honey, der Freund von "Germany’s Next Topmodel"-Gewinnerin Kim Pokemon Go für uns getestet. Am Ende geht es in dem Beitrag dann aber mehr um Alexander Keen alias "Honey", der ein unglaublich skurriler Typ ist. dh

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