Telekom-Marketingmanager Hahn "Kontakte allein erzielen keine Wirkung"

Donnerstag, 14. April 2016
Blick ins Auditorium beim Radio Advertising Summit
Blick ins Auditorium beim Radio Advertising Summit
Foto: Radio Advertising Summit
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Christian Hahn Deutsche Telekom Werbewirkung


Für Telekom-Manager Christian Hahn geht die Diskussion um den Wirkungsbeitrag der einzelnen Gattungen in die völlig falsche Richtung: "Ein Kontakt allein erzielt niemals eine Werbewirkung", sagte er auf dem Radio Advertising Summit (RAS) in Düsseldorf vor rund 700 Zuhörern. "Wir betrügen uns nur selbst, wenn wir die Werbewirkung auf den Kontakt reduzieren."
Für Hahn ist die Zentrierung auf den Beitrag der einzelnen Gattungen bei der Frage danach, wie die Werbespendigs investiert werden sollen, ein Irrweg. Stattdessen sollten Werbungtreibende und Agenturen, aber auch die Vermarkter, ihren Blick auf die Kreation richten. Da die Menschen rund 95 Prozent aller Entscheidungen unterbewusst treffen, ist der Inhalt der Werbung aus seiner Sicht mindestens ebenso wichtig für die Kaufentscheidung, wie das Werbemittel. "Nur relevante Werbeinhalte lösen eine Reaktion aus", sagt er. Um die Relevanz der Gattung Radio zu erhöhen, sieht Hahn den Weg daher nicht nur darin, mit zahlreichen Studien den Wirkungsbeitrag nachzuweisen. Auch der Verweis auf die hohen Reichweiten ist aus seiner Sicht nicht genug. Die Vermarkter müssten stattdessen mutig sein und auch einmal schlechte Spots ablehnen: "Schützen Sie Ihr Medium vor schlechten Inhalten. Sagen Sie auch einmal nein", schreibt er den Radiomachern auf dem Gattungsevent ins Stammbuch. "Lassen Sie uns nicht nur über Effizienz reden, sondern auch über Effektivität." pap

360-Grad-Panorama vom Radio Advertising Summit

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