Technikmagazin "Chip" legt Print- und Online-Redaktion zusammen

Donnerstag, 13. Februar 2014
"Chip" hebt die Trennung zwischen Print und Online auf
"Chip" hebt die Trennung zwischen Print und Online auf

Jahrelang bestand die Medienmarke Chip aus den unabhängigen Unternehmen Chip Communications und der Digitalsparte Chip Xonio Online. 2012 rückten Print und Online enger zusammen, nun hebt das Tochterunternehmen von Hubert Burda Media die Trennung zwischen den beiden Bereichen komplett auf. Mit der Zusammenlegung der Print- und Online-Redaktionen sollen die journalistischen Kompetenzen und das publizistische Angebot von "Chip" noch enger verzahnt werden, teilt das Unternehmen mit. CEO Thomas Pyczak verantwortet den gesamten Content-Bereich mit drei Chefredakteuren, die zukünftig plattformübergreifend für Print und Digital arbeiten. Auf diese Weise soll der Digitalbereich gestärkt werden und der Printbereich an Flexibilität gewinnen. Ein Stellenabbau sei mit der Zusammenlegung der Redaktionen nicht verbunden, teilt das Unternehmen auf Nachfrage mit.

CEO Thomas Pyczak
CEO Thomas Pyczak
Josef Reitberger verantwortet weiterhin das "Chip Magazin", ist künftig aber zusätzlich für den Bereich News & Stories des Online-Portals Chip.de zuständig. Auch die Aufgabenbereiche der Online-Chefredakteure Martin Gollwitzer und Carl Schneider werden neu zugeschnitten: Schneider übernimmt den Bereich Test & Kaufberatung und damit auch die Verantwortung für das Chip Testcenter. Gollwitzer verantwortet neben dem Bereich Downloads & Applikationen künftig auch den Print-Ableger "Chip Foto-Video". Sein Vorgänger Michael Hüttinger ist in Zukunft einer der drei Art Directoren, die ebenfalls bereichsübergreifend arbeiten.

"Die Trennung von Online und Print ist überholt. Redakteure müssen multimedial denken und ihre Inhalte für verschiedene Nutzergruppen aufbereiten", begründet CEO Thomas Pyczak die Restrukturierung. "Mit der Zusammenlegung bündeln wir Ressourcen und Expertenwissen und können auf allen Kanälen mehr Dynamik entwickeln."

"Chip" leidet wie die meisten anderen Technikmagazine auch seit Jahren unter einem starken Auflagenschwund. Im 4. Quartal 2013 lag die verkaufte Auflage noch bei 213.763 Exemplaren - ein Minus von 5,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Im 1. Quartal 2009 hatte die verkaufte Auflage noch bei über 400.000 Exemplaren gelegen. dh
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