"Tatort"-Verschiebung Til Schweiger gibt der ARD Kontra

Dienstag, 17. November 2015
Til Schweiger in "Fegefeuer"
Til Schweiger in "Fegefeuer"
Foto: ARD
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Gestern hat die ARD bekannt gegeben, die ursprünglich für Ende November geplante "Tatort"-Doppelfolge mit Til Schweiger auf kommendes Jahr zu verschieben. Begründet wurde dies mit den Terrorangriffen von Paris. Til Schweiger hält das für falsch. In der "Bild"-Zeitung kritisierte der Schauspieler die Entscheidung der Programmverantwortlichen scharf.
Schweiger sagte dem Springer-Titel, dass er persönlich "völlig entsetzt" darüber sei, was in Paris passiert ist. Dass die "Tatort"-Doppelfolge "Der große Schmerz" und "Fegefeuer" nun aber nicht wie ursprünglich geplant am 22. und 29. November ausgestrahlt wird, weil es in den Filmen ebenfalls um einen Terrorangriff geht, kann er allerdings nicht nachvollziehen. "Wir sollten uns nicht von Terroristen diktieren lassen, was wir im Fernsehen zeigen sollten. Dann können wir ja bald nur noch ein Testbild senden", zitiert die "Bild" Schweiger, der nach eigenen Angaben versucht haben will, die Verschiebung zu verhindern. "Die Nationalmannschaft wird ja auch dafür gefeiert, dass sie weiter ihre Spiele spielt. Wenn man stattdessen am Sonntag eine Sondersendung zu den Terroranschlägen zeigen würde, wäre das für mich verständlicher", so Schweiger weiter.  Der zuständige NDR-Programmdirektor Frank Beckmann hatte gestern erläutert, dass der Sender die Programmänderung aus Respekt vor den Opfern der Terroranschläge von Paris vorgenommen habe. "Es passt einfach nicht in diese Wochen, eine Krimireihe zu zeigen, in der es auch um einen terroristischen Angriff geht", sagte Beckmann. Anstelle der Folge mit Til Schweiger will die ARD nun am 22. November den "Tatort: Spielverderber" mit Maria Furtwängler und am 29. November den "Tatort: Borowski und die Rückkehr des stillen Gastes" mit den Kieler Ermittlern Axel Milberg und Sibel Kekili zeigen. mas
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