Tatort Rekord in Wiesbaden Noch mehr Leichen als vom HR kommuniziert

Montag, 13. Oktober 2014
Ulrich Tukur (r.). alias LKA-Ermitller Murot im Rekord-"Tatort"
Ulrich Tukur (r.). alias LKA-Ermitller Murot im Rekord-"Tatort"
Foto: HR/Philip Sichler
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Tatort Ulrich Tukur Wiesbaden


Eines muss man dem Hessischen Rundfunk lassen: Der "Tatort: Im Schmerz geboren" mit Ermittler Ulrich Tukur ist einer mutigsten und innovativsten seit langem. Die 9,29 Millionen Zuschauer bedeuteten zwar keinen neuen Quoten-Rekord, dafür gab es so viele Leichen wie noch nie seit dem Debüt der ARD-Krimireihe 1970 - mit über 50 sogar noch mehr als vorher vom HR kommuniziert.
Statt der im Vorfeld vom Sender berichteten 47 gab es bei Tukurs viertem Fall als Ermittler Murot offenbar über 50 Tote. Nach der Erstausstrahlung des Krimis am Sonntagabend entwickelte sich im Internet und beim Kurznachrichtendienst Twitter eine lebhafte Diskussion über die Qualität des Krimis und die Anzahl der Leichen darin. Die stets genaue Experten-Seite "Tatort-Fundus" zählte dabei 51 statt 47 Toten und führte sie in einem Artikel auf - mitsamt Todeszeitpunkt und Mörder. Im HR-Format "Tatort - die Show", die online und bei der Jugendwelle YouFM zu hören war, gestand der hauseigene "Tatort"-Redakteur Jörg Himstedt, die Leichen seien "nie gezählt" worden. Ein Schauspieler habe die Zahl 47 bei einer Pressevorführung in die Welt gesetzt. Den Machern sei es jedoch nie um eine genaue Zahl gegangen.
Tatort Im Schmerz geboren
Bild: Foto: HR/Philip Sichler

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Sicher ist: Es gibt unterschiedliche Zählweisen; je nachdem, ob man erwähnte Leichen oder nur gezeigte Tode einschließt. Das Team der "Tatort-Show" kam sogar auf 52 Leichen. Vor "Im Schmerz geboren" war der Hamburger Fall "Kopfgeld" mit Til Schweiger aus dem März 2014 mit 19 Leichen der Rekord-"Tatort". dpa/fam
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