Tageszeitungen "FAZ" schreibt wieder schwarze Zahlen und startet Wochenmagazin

Mittwoch, 02. März 2016
Das Verlags- und Redaktionsgebäude der "FAZ"
Das Verlags- und Redaktionsgebäude der "FAZ"
Foto: FAZ

Die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" hat die Trendwende geschafft und ist wieder in der Gewinnzone - dank eines strikten Sparkurses, aber auch weil sich Anzeigen- und Vertriebserlöse stabilisiert haben. Mit der "Frankfurter Allgemeinen Woche" investiert der Verlag außerdem in ein Wochenmagazin für junge Leser.
Das Ergebnis vor Steuern betrage voraussichtlich 13 Millionen Euro, wie die Zeitung am Mittwoch in eigener Sache mitteilte. Die Bilanzsumme lag nahezu unverändert bei 395 Millionen Euro, die Eigenkapitalquote sank auf 39,5 Prozent. Zu dem "besser als erwartet ausgefallenen Ergebnis" hätten vornehmlich gesunkene Kosten, aber auch stabile Anzeigen- und Vertriebserlöse beigetragen, schreibt die "FAZ". Der Verlag hatte vor rund zwei Jahren ein Sparprogramm eingeleitet, das unter anderem den Abbau von 200 Stellen beinhaltet. Dieser sei "nahezu abgeschlossen", ebenso wie die Auslagerung einiger Abteilungen. Auch die Konzentration auf die voll bezahlte Auflage habe "einen besonders großen Anteil" an der Ergebniswende gehabt. Die "FAZ" hat ihre verkaufte Auflage in den vergangenen Jahren um Freiexemplare und Bordexemplare bereinigt. Diese würden hohe Kosten verursachen, in der Anzeigenvermarktung aber kaum Vorteile bringen. Auch beim Druck habe man durch die Neuordnung der Ressorts und feste Umfänge der Bücher erhebliche Kosteneinsparungen realisiert.

Angesichts der Ertragswende investiert die "FAZ" auch wieder in ein neues Printprodukt: Im Frühjahr bringt der Verlag mit der "Frankfurter Allgemeinen Woche" ein Wochenmagazin für junge Leser an den Kiosk. Das Magazin soll auf 68 bis 76 Seiten vor allem Meinungen und Hintergründe aus den Bereichen Politik, Wirtschaft, Gesellschaft, Kultur und Wissen bieten und richtet sich an "jüngere Leserinnen und Leser, die an Einordnung und Zusammenhängen interessiert sind".

Der Copypreis beträgt 3,50 Euro, die Druckauflage liegt zum Start bei 200.000 Exemplaren. Die ersten beiden Ausgaben werden einem Teil der Auflage von "FAZ" und der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" beigelegt, außerdem wird das Magazin in der Einführungsphase mit Hilfe von Samplingaktionen an die angepeilte Zielgruppe verteilt. Die "Frankfurter Allgemeine Woche" wird sowohl gedruckt als auch digital erscheinen. dh
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