Tageszeitungen Axel Springer und Funke verlängern Austausch von Inhalten

Dienstag, 17. März 2015
Bezieht länger Inhalte von der "Welt": Die "Berliner Morgenpost"
Bezieht länger Inhalte von der "Welt": Die "Berliner Morgenpost"
Foto: Funke Mediengruppe

Die Tageszeitungen von Axel Springer und der Funke Mediengruppe werden länger zusammenarbeiten als ursprünglich geplant. Eigentlich sollte der Vertrag zum Austausch von Inhalten zwischen der "Welt" auf der einen und der "Berliner Morgenpost" sowie dem "Hamburger Abendblatt" auf der anderen Seite Ende April auslaufen. Doch der Aufbau eigener Strukturen dauert länger als geplant.
Funke-Sprecher Tobias Korenke bestätigte gegenüber der "taz", dass die Zusammenarbeit in Berlin bis Ende August weitergeführt wird. Die "Welt" bezieht damit weiterhin ihren Lokalteil von der "Berliner Morgenpost", während das Regionalblatt ihre überregionalen Inhalte von der "Welt" bekommt. In Hamburg wird die Kooperation zwischen der Tageszeitung von Axel Springer und der "Hamburger Morgenpost" dagegen wie geplant Ende April beendet. "Die 'Berliner Morgenpost' hat ja sehr viel mehr Inhalte von der 'Welt' übernommen als das 'Hamburger Abendblatt'", begründet Funke-Sprecher Korenke die Verlängerung des Vertrages. Zudem wolle man mit der Fortführung der Kooperation die Redaktion der "Morgenpost" entlasten, die in den kommenden Wochen auf ein neues Redaktionssystem umstelle.

Ein Grund ist aber offenbar auch, dass der Aufbau der neuen Zentralredaktion von Funke in Berlin länger dauert als zunächst geplant. Die Etablierung des gemeinsamen Berliner Büros unter der Leitung des ehemaligen "Focus"-Chefredakteurs Jörg Quoos werde "noch einige Zeit in Anspruch nehmen", sagte Korenke der "taz". Ursprünglich sollte die Zentralredaktion Anfang Mai ihre Arbeit aufnehmen.

Unterdessen treibt Axel Springer den Aufbau eigener Lokalredaktionen in Hamburg und Berlin weiter voran. In der Hansestadt soll ab dem 1. Mai ein "kleines, aber schlagkräftiges Team" die regionale Berichterstattung für die "Welt" übernehmen, wie eine Springer-Sprecherin gegenüber der "taz" bestätigte.

Nach dem Verkauf von "Hamburger Abendblatt" und "Berliner Morgenpost" von Springer an die Funke Mediengruppe hatten die beiden Medienhäuser vereinbart, den etablierten Austausch von Inhalten zwischen den Titeln für eine Übergangszeit weiterzuführen. dh
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