TV-Strategie RTL-Chefin Schäferkordt will Eigenproduktionen stärken

Freitag, 16. Oktober 2015
RTL-Chefin Schäferkordt hat keine Angst vor Flopps
RTL-Chefin Schäferkordt hat keine Angst vor Flopps
Foto: Mediengruppe RTL Deutschland

Die Mediengruppe RTL Deutschland will den Anteil an Eigenproduktionen weiter erhöhen. "Es ist wichtig, eigene Formate zu entwickeln, weil sie auf das Image einzahlen, die Marke stärken und - das ist ganz wichtig - eine Exklusivität im Markt haben", sagt Geschäftsführerin Anke Schäferkordt im HORIZONT-Interview. Ein klares Profil zu haben sieht sie als die große Herausforderung für die Sender in der Zukunft.
Bei RTL ist der Anteil an Eigenproduktionen mit über 80 Prozent traditionell hoch, nun entwickelt er sich Richtung 90 Prozent. "Ich bin sicher, dass uns dies über die nächsten Jahre einen gewaltigen Wettbewerbsvorsprung bringen wird", sagt Schäferkordt, die auch Co-CEO der RTL Group ist. Dabei geht es nicht nur um Shows, und Daily-Soaps, mit denen der Sender ohenhin stark aufgegestellt ist, sondern auch um anspruchsvolle fiktionale Inhalte wie die achtteilige Event-Serie "Deutschland 83" über einen Stasi-Agenten mitten im kalten Krieg, die am 26. November startet. Ein Novum bei Vox ist die Serie "Club der roten Bänder", die am 9. November on Air geht.

Schäferkordt hat dabei keine Angst vor Flops: "Dieses Wagnis müssen Sie eingehen", sagt sie. Auch ein Format, das vorher stark getestet hat könne floppen, wenn es in einem ungünstigen Umfeld ausgestrahlt wird. "Das Schlimmste wäre aber, aus Angst vor Flops nichts mehr zu probieren." Schäferkordt geht davon aus, dass die Floprate durch die Fragmentierung noch weiter steigen wird. "Fehlschläge müssen wir verbuchen, daraus lernen, wieder aufstehen und das Nächste probieren." pap

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