TV-Nutzung Sky stellt eigenes Modell zur Reichweitenmessung vor

Donnerstag, 05. Februar 2015
Martin Michel, Geschäftsführer von Sky Media Network
Martin Michel, Geschäftsführer von Sky Media Network
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Sky Reichweite AGF Martin Michel


Immer mehr Zuschauer sehen nicht mehr ausschließlich linear fern, sondern nutzen regelmäßig auch Mediatheken oder Video-On-Demand-Dienste. Beim Pay-TV-Anbieter Sky stieg der nicht-lineare TV-Konsum über Dienste wie Sky Go und Sky Anytime innerhalb eines Jahres um 70 Prozent. Um die Reichweite trotzdem so umfassend wie möglich zu erfassen, hat das Unternehmen nun ein eigenes Modell zur plattformübergreifenden Reichweitenmessung eingeführt, das sogar die Zuschauer in den Sky-Sportbars berücksichtigt.
Sky360, so der Name des modularen Messsystems, erfasst neben dem klassischen linearen TV-Konsum auch die Zuschauer der Plattformen Sky Go, Sky Anytime und sogar die Außer-Haus-Nutzung in Sportbars und Hotels. Der Grund für den Vorstoß des Pay-TV-Anbieters: Da immer mehr Sky-Abonnenten die On-Demand-Dienste wie Sky Go und Sky Anytime nutzen, bilden die klassischen Einschaltquoten der Arbeitsgemeinschaft Fernsehforschung AGF die gesamte Reichweite des Pay-TV-Anbieters nur noch unzureichend ab. Als Beispiel nennt Sky unter anderem die Fantasy-Serie "Game of Thrones": So haben von Juni bis August vergangenen Jahres 1,38 Millionen Zuschauer die Serie bei Sky im linearen Fernsehen verfolgt. Über Sky Go haben die Serie weitere 1,61 Millionen Zuschauer gesehen, über Sky Anytime noch einmal 700.000 Serienfans. Insgesamt haben somit rund 3,7 Millionen Zuschauer die Serienstaffel über die verschiedenen Plattformen von Sky verfolgt. Die non-linerae Angebote erzielten dabei eine um 70 Prozent höhere Reichweite als die klassische TV-Ausstrahlung. 

Auch bei einem der wichtigsten Inhalte von Sky, den Live-Spielen der  Fußball-Bundesliga, bilden die AGF-Einschaltquoten die tatsächlichen Zuschauerzahlen nicht vollständig ab, da viele Fans die Spiele in Kneipen und Sportbars verfolgen. Nach Erhebungen von Sky sahen in der Hinrunde der Saison 2014/15 im Schnitt 730.000 Fans von 18 bis 69 Jahren die Spiele in Sky-Sportbars. Noch einmal 530.000 Zuschauer verfolgten die Spiele über Sky Go. Vor dem heimischen Fernsehgerät drückten durchschnittlich noch einmal 3,47 Millionen Fans ihrem Team die Daumen. Insgesamt lag die Reichweite über alle Plattformen hinweg somit bei knapp 5 Millionen Zuschauern.

"Durch innovative Dienste wie Sky Go udn Sky Anytime oder auch durch die Möglichkeit, Live-Sport außer Haus zu sehen, verändern die Sky-Abonnenten ihren TV-Konsum dramatisch", betont Martin Michel, Geschäftsführer des Sky-Vermarkters Sky Media Network. "Bei Sky nahm die non-linerae Nutzung binnen eines Jahres um 70 Prozent zu. Mit der plattformübergreifenden Reichweitenmessung bilden wir das tatsächliche TV-Nutzungsverhalten der Sky-Seher deatilliert ab und bieten unseren Werbekunden damit eine deutlich bessere Entscheidungsgrundlage als zuvor."

Für Sky360 aggregiert Sky Media Network die Daten aus verschiedenen Panels und Erhebungen. Neben den AGF-Daten fließen in die Gesamtreichweite zudem die Nutzungszahlen der Online-Dienste Sky Go und Sky Anytime mit ein, die über ein Trackingtool von Adobe gemessen werden. Die Out-of-Home-Nutzung lässt Sky in Form von wöchentlichen Online-Erhebungen durch das Marktforschungsinstitut Ipsos ermitteln. Hundertprozentig trennscharf sind die einzelnen Panels allerdings nicht: Sky weist daraufhin, dass "aufgrund unterschiedlicher Quellen und Definitionen Überschneidungen zwischen den einzelnen Ausstrahlungsplattformen bestehen können". dh
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