TV-Nutzung 2016 Sehdauer bleibt auch bei Jüngeren konstant / TKPs steigen

Dienstag, 10. Januar 2017
Auch junge Leute schauen noch fern
Auch junge Leute schauen noch fern
© Fotolia/Franz Pflügl
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Sehdauer AGF Arbeitsgemeinschaft Fernsehforschung


Der Abgesang aufs Fernsehen ließ auch 2016 auf sich warten. Die Jungen gehen der Gattung nicht verloren: 2016 schauten sie laut Arbeitsgemeinschaft Fernsehforschung (AGF) 119 Minuten am Tag fern. Das Niveau hat sich damit im Vergleich zu 2015 nicht verändert - allen Abgesängen auf TV zum Trotz. Die TKPs steigen dagegen munter weiter.

Die Sehdauer betrug 2016 im Gesamtpublikum 223 Minuten am Tag und damit ebenso viel wie 2015. Rückgänge gab es allerdings bei den 14- bis 49-Jährigen. Dieses schauten nur noch 171 Minuten zu – 5 Minuten weniger als im Vorjahr.

Der Rückgang geht allerdings nicht auf das Konto der jungen Zielgruppe der 14- bis 29-Jährigen, die als besonders affin dafür gilt, Bewegtbild auf anderen Kanälen oder eben gar nicht zu schauen. In dieser Altersgruppe ist die Nutzung mit 119 Minuten sogar stabil (2015: 118 Minuten). Es sind die 30- bis 49-Jährigen, die sich laut AGF weniger fürs Fernsehen begeistern konnten oder die zunehmend andere Plattformen genutzt haben, die noch nicht in die Daten einfließen. Sie schauten im Schnitt 206 Minuten am Tag.

(Bild: AGF)
Auch bei Kindern gibt es einen leichten Rückgang von 82 auf 79 Minuten. Diese weichen immer mehr auf digitale Angebote aus. Insgesamt erreichte TV im vergangenen Jahr 71,1 Prozent der Erwachsenen ab 14 Jahren. Das Niveau ist damit in den vergangenen fünf Jahren nahezu unverändert geblieben.

Entwicklung des TKP bei 30-sekündigen TV-Spots

Quelle: AGF
Was hingegen erneut deutlich gestiegen ist, ist der durchschnittliche Brutto-Tausend-Kontakt-Preis für den 30-Sekünder. Er lag bei 16,96 Euro und damit 80 Cent über dem Vorjahresniveau. Vor zehn Jahren waren es gerade mal 10,72 Euro. Über die Entwicklung der Nettopreise sagt das jedoch wenig aus - die Vermarkter geben hohe Rabatte, so dass die Brutto-Netto-Schere im TV in den vergangenen Jahren immer weiter aufgegangen ist. pap

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