TV-Kompetenz Medienrat fordert stärkere Kennzeichnung von Scripted Reality

Mittwoch, 21. August 2013
Lothar Hay als Redner beim Jahresempfang der MA HSH (Bild: MA HSH)
Lothar Hay als Redner beim Jahresempfang der MA HSH (Bild: MA HSH)

Fiktionsstempel: Medienkontrolleure fordern eine Regulierung so genannter "Scripted Reality"-Formate im Fernsehen. Hierbei geht es um erfundene Alltagsreportagen, in denen Laiendarsteller nach Drehbuch agieren - wodurch die Inhalte oft noch dramatischer, weil scheinbar authentisch, wirken als etwa bei Doku-Soaps. "Wir fordern eine stärkere Kennzeichnung dieser Formate", sagte Lothar Hay, Vorsitzender des Medienrats der Medienanstalt Hamburg/Schleswig-Holstein (MA HSH), auf dem Jahresempfang der MA HSH am Dienstagabend in Hamburg. "Vor allem Kinder und Jugendliche sollen sicher erkennen können, was Wirklichkeit oder eben nur gestellte Wirklichkeit ist", so Hay weiter: "Die Grenze zwischen beidem zu verwischen oder gar aufzuheben, schadet der Glaubwürdigkeit des Fernsehens."

Fernsehen brauche den kompetenten und mündigen Zuschauer. Als Medienrat der MA HSH möchte man einen Beitrag dazu leisten, dass Zuschauer "von sich aus die notwendige kritische Distanz zu diesen Formaten einnehmen können". Im Sinne des Ziels der Vermittlung von Medienkompetenz werde sich der MA-HSH-Medienrat dieses Themas annehmen. rp

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