TV-Experte Franz Beckenbauer hört bei Sky auf

Mittwoch, 16. März 2016
Franz Beckenbauer will kein TV-Experte mehr sein
Franz Beckenbauer will kein TV-Experte mehr sein
Foto: Sky

Die Ära Franz Beckenbauer bei Sky ist wohl Geschichte. Der Auftritt des "Kaisers" am Mittwochabend beim wichtigen Achtelfinalspiel "seines" FC Bayern München gegen Juventus Turin war sein "vorerst letzter" als Sky-Experte, wie der Münchner Pay-TV-Sender mitteilte.

Beckenbauer war zuletzt wegen seiner Verwicklung in den Skandal um die Fußball-WM 2006 heftig in die Kritik geraten. Als Gründe für die Trennung nennt Sky neben den "turbulenten Ereignissen der letzten Monate" allerdings auch einen "schweren privaten Schicksalsschlag". Im vergangenen Jahr war der Sohn Beckenbauers nach langer Krankheit gestorben.

War hier Stammgast: Beckenbauer im Champions-League-Studio von Sky
War hier Stammgast: Beckenbauer im Champions-League-Studio von Sky (Bild: Sky / Sampics)
Beckenbauer sei mit dem Wunsch an Sky herangetreten, mehr Zeit für sich und seine Familie zu haben. Deshalb habe er Sky gebeten, die langjährige Zusammenarbeit nach der Partie am Mittwochabend "auf unbestimmte Zeit nicht fortzuführen", teilt Sky mit.  „Ich bin jetzt 70 Jahre alt, stehe seit über 50 Jahren in der Öffentlichkeit und bin für den Fußball – ob als Spieler, Trainer oder Funktionär – zig Mal um die Welt gereist. Nach so langer Zeit möchte ich mir eine Pause gönnen", lässt sich Beckenbauer zitieren. Sky-Chef Carsten Schmidt kommentiert den Abschied mit wohlwollenden Worten. Die Persönlichkeit und die  fachkundigen Analysen Beckenbauers hätten die Sendungen von Sky stets bereichert. Den Wunsch Beckenbauers nehme er daher mit "mit Bedauern zur Kenntnis", respektiere ihn aber. mas

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