TNS Convergence Monitor Die Nutzung von Bewegtbild über das Internet steigt

Donnerstag, 27. August 2015
Die Ergebnisse des TNS Convergence Monitor zeigen eine gesteigerte Bewegtbild-Nutzung übers Internet
Die Ergebnisse des TNS Convergence Monitor zeigen eine gesteigerte Bewegtbild-Nutzung übers Internet
Foto: TNS

Online-Bewegtbild erfreut sich immer größerer Beliebtheit. Die Ergebnisse der Studie "TNS Convergence Monitor" zeigen, dass inzwischen 17 Prozent der Zeit, die im Internet verbracht wird, auf die Nutzung von Videoinhalten entfallen. 2014 waren es laut TNS Infratest noch 12 Prozent.
Im Zuge der Studie wurde auch die Nutzung des linearen Fernsehens untersucht, die Verwendung eines Second Screen sowie die Beliebtheit von gebührenpflichtigen Video-on-Demand-Angeboten. Beim Bewegtbild sieht die Situation laut Studie folgendermaßen aus: Die Hälfte aller 14-64-Jährigen in Deutschland schaut mindestens einmal im Monat Videoclips, Filme oder Serien online. Bei den jüngeren Altersgruppen liegt dieser Wert erwartungsgemäß noch einmal deutlich höher: bei den 14-29-Jährigen sind es 77 Prozent, bei den 30-49-Jährigen 51 Prozent, die mindestens einmal im Monat Bewegtbild-Angebote im Netz nutzen.
Der Anteil der Bewegtbildnutzung an der Internetnutzung ist im Vergleich zum Vorjahr deutlich gestiegen
Der Anteil der Bewegtbildnutzung an der Internetnutzung ist im Vergleich zum Vorjahr deutlich gestiegen (Bild: TNS 2015)
Dennoch scheint der steigende Zuspruch für Online-Bewegtbild dem linearen Fernsehen nicht zu schaden. Die befragten Personen sollten ihre Fernsehnutzungsdauer selbst einschätzen und gaben durchschnittlich an, 153 Minuten pro Tag fernzusehen. Inklusive Online-Videos wird den Ergebnissen der Studie nach insgesamt 171 Minuten pro Tag Bewegtbild genutzt.
Lineares Fernsehen weitgehend konstant. Bewegtbild insgesamt mit Steigerungen durch zunehmende Nutzung über Internet.
Lineares Fernsehen weitgehend konstant. Bewegtbild insgesamt mit Steigerungen durch zunehmende Nutzung über Internet. (Bild: TNS 2015)
Dazu zählt auch Video-on-Demand, das einen starken Anstieg verzeichnen konnte. 6 Prozent der Befragten nutzen mindestens einmal pro Monat solche Angebote gegen Gebühr. Im Jahr 2012 lag dieser Wert laut TNS Infratest noch bei 2 Prozent.

Ein Grund für die verstärkte Nutzung von Bewegtbild über das Internet ist, nicht sonderlich überraschend, die Verbreitung von Mobile Devices und internetfähigen Fernsehern. Auf Smartphone und Tablet werden am liebsten kurze Videos geschaut (44 Prozent tun dies mindestens einmal pro Monat), über die Smart-TV-Geräte häufig auch lange Inhalte und komplette Fernsehsendungen (28 Prozent der Nutzer).

"Videoinhalte werden zunehmend 'on Demand' über das Internet aufgerufen. Dieser Trend wird sich fortsetzen. Es weist aber nichts darauf hin, dass das klassische, lineare Fernsehen auf längere Sicht an Bedeutung verliert, auch nicht durch die verstärkte Nutzung von Notebook, Smartphone oder Tablet als Second Screen insbesondere in jüngeren Altersgruppen", fasst Ulrike Karg, Projektleiterin des TNS Convergence Monitor und Senior Consultant die Ergebnisse der Studie zusammen.

Fernsehen und Internetnutzung schließen sich gegenseitig aber nicht aus: 51 Prozent der 14-29-Jährigen verwenden beim Fernsehen einen Second Screen. Hiervon nutzt die Hälfte das Internet, und hier vor allem die sozialen Medien, in Bezug zu dem, was sie gerade im Fernsehen schauen. 36 Prozent gehen online, um sich über ein Produkt aus der Werbung zu informieren. Ca. 30 Prozent vertiefen die TV-Inhalte online, ebenfalls 30 Prozent tauschen sich online über die Sendung im TV aus. Das Fernsehen mit Second Screen werde nach Selbsteinschätzung aber nur 23 Minuten pro Tag praktiziert.

Für die Studie wurden von April bis Mai diesen Jahres 1502 Personen zwischen 14 und 64 Jahren in Deutschland in Form von mündlichen Interviews befragt. Für diese Altersgruppe in Privathaushalten in Deutschland ist die Studie repräsentativ. jp
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