Südhessen Neue Gratiszeitung geht als "Darmstädter Tagblatt" an den Start

Dienstag, 17. September 2013
Aus der "Darmstädter Zeitung" wird das "Darmstädter Tagblatt"
Aus der "Darmstädter Zeitung" wird das "Darmstädter Tagblatt"

Nostalgische Namensänderung: Die neue Gratiszeitung für Darmstadt erscheint am 19. September unter dem Namen "Darmstädter Tagblatt". Die Macher um "Focus"-Herausgeber Melmut Markwort haben sich mit dem "Darmstädter Echo" in einem Rechtsstreit auf einen Vergleich geeinigt. Der neue Name kann auf eine lange Tradition zurückblicken. Das "Darmstädter Tagblatt" war eine der ältesten deutschen Tageszeitungen und erschien von 1874 bis 1986. Helmut Markwort hatte seine berufliche Laufbahn bei dem Blatt einst als Volontär begonnen. Mit dem Start der neuen Gratiszeitung unter dem Namen "Darmstädter Tagblatt" schließt sich nun der Kreis.

Notwendig wurde die Namensänderung durch einen Rechtsstreit der Macher der neuen Gratiszeitung mit dem publizistischen Platzhirsch in der südhessischen Stadt, dem "Darmstädter Echo". Dieses hatte in seinem eigenen Anzeigenblatt "Süwo Lokal" seit einigen Wochen ebenfalls den Namen "Darmstädter Zeitung" verwendet. Die Marktplatz Medien GmbH & Co. KG (MPM), die unter diesem Namen das neue Anzeigenblatt für Darmstadt herausbringen wollte, klagte gegen die Verwendung des Namens. Der Rechtsstreit vor dem Landgericht Frankfurt endete nun mit einem Vergleich, der beiden Parteien die Nutzung des Namens "Darmstädter Zeitung" untersagt. MPM greift nun stattdessen auf den traditionsreichen Namen der Tageszeitung zurück, bei der Helmut Markworts bemerkenswerte Karriere einst ihren Anfang nahm.

Das "Darmstädter Tagblatt" erscheint ab dem 19. September wöchentlich in einer Auflage von über 90.000 Exemplaren. Hinter dem Titel stehen neben Markwort der Anzeigenblatt-Pionier Horst Vatter ("Blitz-Tip") und Privatfunk-Pionier Klaus-Jürgen Hoffie. Geschäftsführer von MPM ist Ulrich Diehl. dh
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