Suchmaschinenwerbung Ausgaben in EMEA-Region um fast ein Viertel gestiegen

Dienstag, 05. August 2014
Bezahlte Anzeigen auf Suchmaschinen erfreuen sich wachsender Beliebtheit (Bild: Screenshot Google)
Bezahlte Anzeigen auf Suchmaschinen erfreuen sich wachsender Beliebtheit (Bild: Screenshot Google)


Für Werbungtreibende gilt offenbar, was man von Medienhäusern nicht immer sagen kann: Sie sind zufrieden mit Google. Dafür spricht jedenfalls eine Untersuchung des Technologie-Dienstleisters Kenshoo. Demzufolge sind die Ausgaben für bezahlte Anzeigen auf Suchmaschinen in Europa, im Nahen Osten und Afrika (EMEA) im 2. Quartal um 24 Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen.
Gleichzeitig kletterten die Umsätze aus Suchmaschinenwerbung um 23 Prozent. Erstellt wurde die Studie auf Basis der Daten von Werbetreibenden und Agenturen, die Suchmaschinenwerbung auf der Kenshoo-Plattform in den EMEA-Ländern verwalten. Laut Kenshoo belegt die Studie, dass werbungtreibende Unternehmen in den EMEA-Ländern mit Search gute Ergebnisse erzielen. So sei die Klickrate auf Suchanzeigen um 17 Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen - im 2. Quartal 2014 lag sie damit bei 1,8 Prozent, was für Online-Anzeigen ein sehr ordentlicher Wert ist. Grund hierfür sei ein verbessertes Targeting der Unternehmen, um die eigenen Kampagnen effizienter aussteuern zu können.

Laut Justin Thorne, Regional Marketing Director für EMEA bei Kenshoo, habe das Vertrauen der Werbungtreibenden in Suchmaschinenwerbung auch zu einem Preisanstieg geführt. So seien die Kosten pro Klick (CPC) von 38 Euro-Cent in 2013 auf nunmehr 43 Cent gestiegen. "Die Daten zeigen einen gesunden Markt für bezahlte Suchmaschinenwerbung in der EMEA-Region, in dem Werbetreibende durch zunehmend effiziente Kampagnen von steigenden Erträgen aus ihren Werbemaßnahmen profitieren", so Thorne.

In Deutschland lag die Klickrate mit 2,0 Prozent recht hoch, während die relativen Klickkosten mit 31 Cent eher im unteren Bereich rangieren. Zum Vergleich: In Frankreich werden im Schnitt nur 0,7 Prozent der Anzeigen geklickt, während der Preis pro Klick bei 45 Cent liegt. Laut Kenshoo zeige sich darin eine kritischere Haltung der Franzosen, die Anzeigen vor einem Klick sorgfältig prüfen würden.

Wie generell bei Online-Werbung boomt auch bei Suchmaschinenwerbung der Mobil-Bereich. Den Spitzenwert verzeichnete hierbei Großbritannien, wo 36 Prozent der gesamten Ausgaben auf Anzeigen für Mobilgeräte entfielen. Gleichzeitig meldet Kenshoo von der Insel den höchsten Anteil an Klicks aus mobilen Anzeigen, nämlich 38 Prozent des gesamten Klickvolumens. Das wirkt sich auf den CPC-Wert aus, der in Großbritannien inzwischen bei 44 Cent (Smartphones) bzw. 46 Cent (Tablets) liege.

"Der steigende Anteil mobiler Lösungen an Ausgaben und Klickvolumen ist möglicherweise zum Teil auf den Erfolg der erweiterten Kampagnen von Google zurückzuführen, durch die die Erstellung von Google AdWords-Kampagnen vereinfacht wird" so Thorne. "Seit der Migration in erweiterte Kampagnen müssen Werbetreibende im Bereich Suchmaschinenwerbung ihre Kampagnen nicht mehr getrennt auf Desktops, Tablets und Mobilgeräte ausrichten Anzeigen können im Rahmen derselben Kampagne auf allen Geräten geschaltet werden, sodass die Ausrichtung auf Mobilgeräte viel einfacher geworden ist." ire
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