Studie zur Mobile-Vermarktung Gute Chancen für regionale Zeitungsverlage

Donnerstag, 21. November 2013
Digitale Zeitungsaffine sind der Studie zufolge zwischen 18 und 60 Jahren alt (Foto: AVS)
Digitale Zeitungsaffine sind der Studie zufolge zwischen 18 und 60 Jahren alt (Foto: AVS)


In Zeiten fallender Verkaufszahlen und sinkender Werbeeinnahmen sind die Verlage auf der Suche nach neuen Erlösmodellen - eines davon könnte die Vermarktung mobiler Angebote sein. Eine Studie der Hochschule Offenburg in Kooperation mit
AVS, einem Spezialisten für Kundenbindungssysteme, kommt zu dem Ergebnis, dass regionale Zeitungsverlage beim M-Commerce durchaus gute Chancen besitzen. Überzeugende Strategien, wie dieses Potenzial genutzt werden kann, existieren jedoch noch nicht. Die Studie "Mobile Lebenswelten im Lokalgeschäft 2013" untersucht das Nutzungsverhalten von digitalen Zeitungsaffinen und belegt, dass die Monetarisierung von Online-Angeboten und der Ausbau mobiler Services ein Lösungsansatz für die Verlage sein kann. "Das Geschäft mit mobilen Inhalten, mobilen Services und mobil orientierten Werbekunden ist im lokalen Markt zwar noch ein Zukunftsthema, wird aber prägend sein", ist sich Studienleiter Thomas Breyer-Mayländer sicher. Aktuell bietet etwa Hälfte der deutschen Zeitungsverlage ihre Verlagstitel über mobile Portale an.

Zum Vergrößern bitte anklicken (Grafik: AVS)
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46 Prozent der Befragten gaben bereits Geld für digitale Angebote aus, allerdings jenseits der klassischen Online-Zeitung sondern für Musik, E-Books und Apps. Nichtsdestotrotz wäre ein Drittel der Befragten bereit, für eine App mit lokalen Informationen und Services monatlich bis zu fünf Euro zu bezahlen. Erreicht werden können mit digitalen, lokalen Inhalten laut der Untersuchung gebildete und zahlungskräftige Online-User mit einem hohen Bezug zur Zeitungsmarke. Digitale Zeitungsaffine sind zwischen 18 und 60 Jahren alt und besitzen zu über 80 Prozent ein Smartphone, das sie in der Regel immer mit sich führen (90 Prozent).

Für die Studie befragte die Hochschule Offenburg online Nutzer von insgesamt drei lokalen Zeitungswebsites in Deutschland. Interessierte können sich die Studie unter www.avs.de/downloads herunterladen. fam
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