Studie von PwC Smart-TV-Nutzung ist auf dem Vormarsch

Dienstag, 12. November 2013
Rund ein Viertel der Online-Nutzer hat auch einen Smart-TV (Foto: Deutsche Telekom)
Rund ein Viertel der Online-Nutzer hat auch einen Smart-TV (Foto: Deutsche Telekom)


In immer mehr Haushalten stehen internetfähige Fernsehgeräte - wirklich intensiv werden die Möglichkeiten von Smart-TV allerdings erst von einer Minderheit genutzt. Das geht aus einer aktuellen Studie der Unternehmensberatung Pricewaterhouse Coopers (PWC) hervor. Den Anbietern von Video-On-Demand-Inhalten versprechen die Berater dennoch "glänzende Perspektiven" durch die vernetzten Geräte. Bis 2017 werde der Markt ein Volumen von rund 500 Millionen Euro erreichen.
Rund ein Viertel aller deutschen Online-Nutzer haben mittlerweile einen internetfähigen Fernseher zu Hause, wie aus der Studie "Smart-TV: Mehrwert für den Konsumenten, mehr Umsatz für die Medienbranche" hervorgeht. Weitere 37 Prozent wollen sich in naher Zukunft einen Smart-TV zulegen. Die meisten Besitzer eines internetfähigen TV-Geräts haben die Online-Funktionen auch schon genutzt - wirklich regelmäßig tut dies allerdings erst eine Minderheit: Lediglich 28 Prozent der Befragten nutzen die Internetfuntkionen ihres Fernsehers mehrmals pro Woche, 40 Prozent mehrmals pro Monat.

"Wie intensiv die Möglichkeiten der Smart-TVs genutzt werden, hängt im Wesentlichen davon ab, wie einfach das Gerät zu bedienen ist: sechs von zehn Konsumenten nutzen keine Online-Funktionen ihrer internetfähiger Fernsehen, weil sich diese ihrer Ansicht nach leichter auf dem Tablet oder Laptop bedienen lassen", kommentiert Werner Ballhaus, Leiter des Bereichs Technologie, Medien und Telekommunikation bei PWC die Ergebnisse.

Allerdings sehen die Berater in der neuen Generation der Geräte großes Potenzial. Da jüngere Konsumenten der Technik aufgeschlossen gegenüberstehen, würden sich für Video-on-Demand-Diensten "glänzende Perspektiven" auftun. Immerhin drei von zehn Nutzer von Smart-TV machen bereits von kostenpflichtigen Video-On-Demand-Diensten Gebrauch, knapp ein Fünftel sogar regelmäßig. "Das Smart-TV steht in Deutschland am Anfang einer vielversprechenden Karriere. Wenn die technischen Hürden bei der Bedienung und Standardisierung mittelfristig bewältigt werden, dürften immer mehr Besitzer eines intelligenten Fernsehers auch dessen Möglichkeiten nutzen und für steigende Umsätze bei Inhalteanbietern sorgen", erwartet Ballhaus.

Während 2012 rund 123 Millionen Euro mit On-Demand-Inhalten umgesetzt wurde, erwarten die Berater für das laufende Jahr bereits einen Anstieg auf 175 Millionen Euro. Bis 2017 rechnet PWC mit einem Marktvolumen in Höhe von 511 Millionen Euro. Für die Studie befragte das Unternehmen im Sommer 1900 Online-Nutzer zwischen 18 und 65 Jahren. Rund 440 der Befragten hatten einen Smart-TV. dh
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