Studie von DPV und Rheingold Was Zeitschriften am Kiosk erfolgreich macht

Donnerstag, 17. August 2017
Magazine bieten kurze Auszeiten vom Alltag
Magazine bieten kurze Auszeiten vom Alltag
© Fotolia / Henry Schmitt

Welche Faktoren spielen für den Erfolg von Zeitschriften am Point of Sale eine Rolle? Eine gemeinsame Studie der Gruner+Jahr-Vertriebstochter DPV und dem Rheingold Institut gibt Antworten. Demnach hängt der Verkaufserfolg von Zeitschriften im Einzelhandel vor allem von zwei Faktoren ab.  
Laut der Studie ist der Zeitschriftenkauf maßgeblich von der Stimmung des Konsumenten abhängig. Viele Menschen suchen demnach gezielt nach Entschleunigung und nutzen Zeitschriften für kurze Auszeiten aus dem Alltag. Im Gegensatz zum schnellen Konsum von Nachrichten über digitale Kanäle oder dem Eintauchen in ein Buch eignen sich Zeitschriften inbesondere für zeitlich begrenzte Pausen im Alltag - laut den Studienautoren bieten sie "einen als alltagsnah empfundenen Kurzurlaub".  "Ein erfolgreicher Zeitschriften-Verkauf am PoS gelingt heute nur mit Verfassungs-Management", erklärt Kerstin Gajewi, Leiterin Handelsmärkte beim DPV Deutscher Pressevertrieb: "Konsumenten haben eine latente Sehnsucht nach Auszeiten und sehen Zeitschriften als idealen Weg aus dem täglichen Hamsterrad. Es gilt, diesem Bedürfnis gerecht zu werden und Regalsituationen am PoS entsprechend zu gestalten, um den Abverkauf von Zeitschriften zu fördern." 

Der zweite wichtige Faktor ist die Gestaltung der Magazine. In Verbindung mit relevanten Inhalten weckt ein prägnantes Cover die Aufmerksamkeit potenzieller Leser und löst so im Idealfall einen Kaufimpuls aus. Auf andere Faktoren haben die Verlage dagegen nur begrenzten Einfluss: So spielt auch der Point of Sale selbst eine wichtige Rolle. So lässt sich der Kaufprozess durch ein angenehmes Ambiente, Rückzugsmöglichkeiten, klar strukturierte Themenbereiche oder eine gute Einbindung des Kassenbereichs ebenfalls positiv beeinflussen.

Für die Studie begleitete das Rheingold Institut im Auftrag des DPV zwölf Probanden beim Zeitschriftenkauf. Außerdem wurden 14 "solide situierte Zeitschriftenleser" mit guten Bildungshintergrund in Tiefeninterviews zu ihrem Einkaufsverhalten befragt. dh
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