Studie Akzeptanz von Native Advertising steigt

Freitag, 14. August 2015
Für die Studie befragte die Forward Ad Group rund 500 Nutzer onsite
Für die Studie befragte die Forward Ad Group rund 500 Nutzer onsite
Foto: Forward Ad Group

Native Adverstising ist auf dem Vormarsch - auch weil die meisten Nutzer der Werbung im redaktionellen Gewand aufgeschlossen gegenüberstehen: Native Advertising wird als informativer und nützlicher bewertet als klassische Werbebanner. Das geht aus einer aktuellen Studie des Digitalvermarkters Forward Ad Group hervor.
Insgesamt bewerteten bei der Umfrage 42,3 Prozent der Befragten Nutzer Native Advertising als eher oder sehr positiv - ein Zuwachs von knapp 12 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Dazu trägt vor allem bei, dass knapp 40 Prozent entsprechende Werbeformen als informativ empfinden. Auch im Vergleich mit den oft als störend oder nervig empfundenen klassischen Werbebannern wird Native Werbung zunehmend positiv bewertet: So empfinden 46,6 Prozent der Befragten Native Advertising im Vergleich zu normaler Werbung nützlicher - ein deutlicher Zuwachs im Vergleich zur Befragung im Vorjahr, als dieser Aussage nur 26,0 Prozent zustimmten. Über 40 Prozent der Nutzer empfanden einen Native-Advertsing-Beitrag als hilfreich und die Informationen als ansprechend. Auch bei der Wahrnehmung überzeugt Werbung im redaktionellen Gewand mit hohen Zustimmungswerten: 70 Prozent haben schon einmal entsprechende Inhalte im Internet gesehen, 41,5 Prozent haben die Beiträge auch angeklickt. Eine große Mehrheit von 84 Prozent haben den Beitrag anschließend ganz oder teilweise gelesen.

"Gut konzipierte Native Advertising Kampagnen stören den Nutzer nicht im Surfprozess, sondern unterstützen ihn mit hilfreichen oder unterhaltsamen Informationen", erklärt Sonja Knab, Director Research & Marketing bei der Forward Ad Group. "Die Studie zeigt, dass User gegenüber Inhalten, die auf ihr Interesse und ihre Lebenssituation zugeschnitten sind, sehr aufgeschlossen reagieren. Bei klarer Kennzeichnung des Artikels macht es für sie de facto wenig Unterschied, von wem dieser letztendlich geschrieben ist."

Mit großem Abstand am häufigsten ist den Befragten Native Advertising übrigens bei Facebook aufgefallen: Über 96 Prozent haben in dem sozialen Netzwerk schon einmal Partnerinhalte wahrgenommen. Zum Vergleich: Xing folgt mit lediglich 14,6 Prozent an zweiter Stelle vor Twitter mit 14,3 Prozent und LindedIn mit 13,5 Prozent.

Aus Sicht der Werbekunden spricht also vieles für Native Advertising - allerdings gibt es auch Tücken: So werden Marken, die Inhalte redaktionell verpacken, von den Nutzern zwar als modern (50,5 Prozent), engagiert (49,0 Prozent) und kreativ (46,5 Prozent) wahrgenommen, seriös (33,9 Prozent) und glaubwürdig (33,4 Prozent) wirken Marken, die Native Advertising nutzen, auf die Nutzer aber eher weniger.

Für die Studie wurden rund 500 Personen im Rahmen einer Onsite-Befragung im Netzwerk der Forward Ad Group befragt. Die Burda-Tochter vermarktet Angebote wie Focus Online, Bunte, Xing, TV Spielfilm, Chip Digital oder Playboy. Alle Ergebnisse der Studie gibt es auf der Website des Unternehmens. dh
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