Ströer Digitalisierung und Onlinegeschäft pushen Umsatz

Freitag, 28. März 2014
Gute Zahlen aus Köln: Ströer präsentiert ein deutlich verbessertes Jahresergebnis (Bild: Ströer)
Gute Zahlen aus Köln: Ströer präsentiert ein deutlich verbessertes Jahresergebnis (Bild: Ströer)


Der digitale Fokus erweist sich für den Kölner Außenwerber Ströer als Erfolgsrezept: Für das vergangene Jahr weist der Konzern einen Umsatz von 634,8 Millionen Euro aus - 74,2 Millionen mehr als 2012. Das stattliche Plus von 13,2 Prozent stammt vor allem aus dem Neugeschäft: 64,4 Millionen entfallen auf die in den letzten Monaten nach und nach erworbenen Online-Vermarkter, nur 9,9 Millionen Euro auf Ströers Out-of-Home-Kerngeschäft.
Mehrere Akquisitionen bildeten im vergangenen Geschäftsjahr die Plattform für den Einstieg des Außenwerbers in die Onlinevermarktung. Der Umsatz des neuen Segments Online von 64,4 Millionen Euro enthält demnach die Beiträge der im April übernommenen Adscale, der im Juni vollständig übernommenen Ströer Digital Group, des durch die Ströer Mobile Media übernommenen Location-based-advertising-Segments von Servtag, des internationalen Onlinevermarkters Ballroom sowie des Targetingspezialisten MBR Targeting. Das Operational Ebitda des Segments, welches das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen ausweist, liegt bei 6,5 Millionen Euro.

Über alle Konzernbereiche hinweg stieg das Operational Ebitda auf 118 Millionen Euro (2012: 107 Millionen). Zudem schlug Ende des Jahres ein Überschuss von 5,1 Millionen Euro zu Buche, nach einem Minus von 1,8 Millionen Euro im Vorjahr. Weiter angestiegen ist dagegen die Nettoverschuldung Ströers, die bei 326,1 Millionen Euro liegt.

Im Deutschlandgeschäft kletterte der Umsatz auf 420,6 Millionen Euro, 9 Millionen mehr als im Vorjahr. Maßgeblicher Treiber des Wachstums war laut Ströer die Produktgruppe Transport, die das Geschäftsjahr mit einem Umsatz von 96,8 Millionen Euro beendete und damit um 6,2 Millionen Euro über dem Vorjahr lag. Der Anteil digitaler Umsätze am Segmentumsatz erhöte sich von 9,2 auf 10,6 Prozent.

In der Türkei verzeichnet der Kölner Konzern einen Umsatz von 94,6 Millionen Euro und damit ein leichtes Plus von 3,2 Millionen. Verantwortlich für den Aufwärtstrend seien vor allem das verbesserte Portfolio an Werbeträgern in Istanbul sowie die Einführung neuer Formate wie Giantboards und Premium-Billboards, die laut Ströer auf eine hohe Kundennachfrage trafen.

Im Segment Sonstige, in dem der Konzern sowohl die polnischen Aktivitäten als auch das in der Blowup-Gruppe gebündelte westeuropäische Riesenpostergeschäft zusammenfasst, ging der Umsatz um 1,5 Millionen auf 56,4 Millionen zurück. kl
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