Ströer Digitaler Rückenwind und Sonderdividende nach 1. Quartal

Mittwoch, 14. Mai 2014
Erfolgsmeldungen kommen aus der Kölner Unternehmenszentrale von Ströer
Erfolgsmeldungen kommen aus der Kölner Unternehmenszentrale von Ströer

Positiver Jahresauftakt für Ströer: Im 1. Quartal stieg der Umsatz des Kölner Unternehmens um 19,1 Prozent auf 145,7 Millionen Euro. Der organische Umsatz, der Währungs- und Konsolidierungseffekte ausklammert, kletterte um 4,5 Prozent nach oben. Der Rückenwind kommt vor allem aus dem Digitalgeschäft, das künftig eine wesentliche Säule der Unternehmensstrategie des Außenwerbers darstellen soll. Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (Operational Ebitda) stieg um 22 Prozent auf 16,5 Millionen Euro (I/2013: 13,5 Millionen). Der Periodenüberschuss verbesserte sich deutlich im Vergleich zu den negativen Werten der vergangenen vier Jahre und lag im 1. Quartal bei 0,1 Millionen Euro. Die Nettoverschuldung liegt im Berichtszeitraum bei 328,5 Millionen Euro, 2,4 Millionen Euro mehr als im Vorjahresquartal.

Im Deutschlandgeschäft, Ströers größtem Umsatzbringer, erhöhte sich der Umsatz um 2 Millionen auf 97,4 Millionen Euro. Das Operational Ebitda bewegte sich mit 17,3 Millionen Euro auf dem Niveau des Vorjahres. Fokus des Außenwerbers liegt allerdings auf dem neuen Segment Ströer Digital (Online), in dem sich die Umsätze im 1. Quartal 2014 auf 22,6 Millionen Euro summierten. Das Operational Ebitda lag bei 0,6 Millionen Euro.

Der Bereich Ströer Türkei erzielte zwischen Januar und März ein organisches Wachstum von 10,1 Prozent, der Umsatz verringerte sich allerdings bedingt durch negative Währungseffekte um 14,4 Prozent auf 17,4 Millionen Euro. Im Gegensatz zu den Vorjahren erwirtschaftete Ströer im Segment jedoch ein positives Operational Ebitda von 0,7 Millionen Euro (I/2013: minus 0,3 Millionen Euro).

Auch die Zahlen im Segment Sonstige, in dem die Kölner die Außenwerbeaktivitäten in Polen und das in der Blowup-Gruppe gebündelte westeuropäische Riesenpostergeschäft zusammenfassen, sind nicht schlecht. Während Polen bei annähernd gleichen Umsätzen ein ausgeglichenes Ergebnis ablieferte , präsentierte sich das internationale Riesenpostergeschäft mit einem deutlichen Umsatzplus von 57 Prozent. Insgesamt stieg der Segmentumsatz um 17,7 Prozent auf 11,6 Millionen Euro. Auch das Operational Ebitda erreichte mit 0,1 Millionen Euro zum ersten Mal positive Werte.

Die Aktionäre können sich über die positive Bilanz gleich doppelt freuen: Erstmals wollen Aufsichtsrat und Vorstand in der im Juni stattfindenden Hauptversammlung die Ausschüttung einer Dividende in Höhe von 10 Cent je dividendenberechtigter Stückaktie vorschlagen. Und auch im zweiten Quartal will Ströer den neuen Erfolgskurs beibehalten: Laut Unternehmen ist ein Umsatzwachstum von 10 bis 15 Prozent für die gesamte Gruppe angepeilt. Das organische Wachstum soll im mittleren bis höheren einstelligen Prozentbereich liegen. kl
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