Ströer-CMO Robert Bosch "Es gibt keinen Preis für Transparenz"

Mittwoch, 13. September 2017
Robert Bosch auf der Dmexco
Robert Bosch auf der Dmexco
© Dmexco

Wer ist der fairste Player entlang der digitalen Wertschöpfungskette? Zur Auswahl bei der Dmexco am Mittwochmorgen: Google, Ströer, Appnexus, Media Impact und Oath. Der Gewinner? Unentschieden, um in den Worten von Appnexus-Manager Ulrich Hegge zu bleiben: "Jeder muss auf dem Spielfeld beweisen, wie viele Tore er schießen kann."
"Wir schaffen es, das Geld auf effektivsten und effizientesten Wegen dort hinzubringen, wo es hingehört - zum Publisher und zu den Werbekunden", wirbt Hegge. Sein Unternehmen Appnexus gilt weltweit als einer der größten Dienstleister der Adtech-Branche und ist für einen Großteil der programmatisch ausgesteuerten Werbung im Netz verantwortlich. Seit Frühjahr dieses Jahres kooperiert Appnexus mit Axel Springer, auch Vermarkter Media Impact greift auf die Technologie zu. Dessen Chief Digital Officer plädiert in Köln für genau solche Partnerschaften: "Natürlich kämpfen wir alle um denselben Werbedollar. Aber jeder von uns muss sich operativ, strategisch und finanziell überlegen, wo wir uns Partner suchen", sagt Carsten Schwecke.
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Für Ströer-Mann Bosch alles andere als ein Muss. Der Digital- und Out-of-Home-Vermarkter baut gerade seine eigene Sell-Side-Platform auf und profitiert dabei von den diversen Übernahmen der vergangenen Monate. "Wir konnten uns quasi im Livebetrieb die unterschiedlichen Systeme anschauen und uns die besten Komponenten aussuchen." Die Taktik geht auf, zumindest Bosch zufolge: "Wir holen für unsere Kunden die effektivsten Tausender-Kontaktpreise." Transparenz sei in diesem Zusammenhang übrigens nicht immer das wichtigste. "Wenn ich einen guten eTKP heraushole, ohne alle Prozesse offen darzulegen, ist das doch auch okay. Es gibt keinen Preis für Transparenz."


Appnexus-Manager Hegge gibt seinem Ströer-Kollegen Recht ("Es reicht nicht, dass ich weiß, wo ich KEIN Geld gemacht habe"), fordert aber gleichzeitig vor allem von Unternehmen wie Google eine stärkere Nachvollziehbarkeit, was letztlich bei Nutzern und bei Werbungtreibenden ankommt. Alwin Mahler, Managing Director Global Partnerships DACH beim Suchmaschinenkonzern, entgegnet: "Transparenz ist wichtig." Google biete viele Tools an, die Daten transparent machen, zudem würden Publishern Bit Level Daten zur Verfügung gestellt. "Viele Advertiser wollen aber überhaupt nicht, dass ihre Bid-Strategien offengelegt werden."

Media-Impact-Mann Schwecke sieht das anders. Für ihn ist Transparenz das, was der Markt momentan einfordert. Dem entspreche auch der Einstieg Axel Springers in die Coalition for Better Ads, die das Unternehmen im Rahmen der Dmexco verkündet hat. Die Gründung des Bündnisses, in dem Verbände wie der BVDW, Agenturen wie die Group M und Internetkonzerne wie Google für bessere Onlinewerbung kämpfen, war vor genau einem Jahr, ebenfalls in Köln, verkündet worden. Auch Markus Frank, Managing Director DACH bei Oath, das die Angebote von AOL, Microsoft und Yahoo unter sich vereint, wirbt bei der Dmexco trotzdem mit größtmöglicher Offenheit. Bei Oath gebe es weder eine Zwangsbindung an eine bestimmte Technologie (ein Seitenhieb auf Google angesichts der eingeschränkten Verfügbarkeit des Youtube-Inventars) noch andere Einschränkungen: "Wir akzeptieren es, wenn Kunden seine bestehenden Agenturpartner behalten will. Wir können alle integrieren." kan
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