Streit um angeblichen Artikelklau Bild und Focus Online einigen sich außergerichtlich

Montag, 04. Dezember 2017
Bild-Chefredakteur Julian Reichelt hatte die Klage gegen Focus Online angestrengt
Bild-Chefredakteur Julian Reichelt hatte die Klage gegen Focus Online angestrengt
© Online Marketing Rockstars

Bild und Focus Online begraben das Kriegsbeil. Axel Springer und Hubert Burda Media haben sich in dem Rechtsstreit über angeblich geklaute Artikel nach "konstruktiven Gesprächen" außergerichtlich geeinigt. Zu den Details der Einigung schweigen sich die beiden Verlage aus. 
Zur Erinnerung: Bild hatte im Januar beim Landgericht Köln eine wettbewerbs- und urheberrechtliche Klage gegen Focus Online eingereicht. Der Vorwurf: Focus Online habe "systematisch" exklusive Bezahl-Inhalte von Bild plus abgeschrieben "und zum Teil des eigenen Geschäftsmodells gemacht, das Journalismus reichweitenorientiert vermarktet", hieß es in einer Mitteilung Springers. Springer sah darin eine "gezielte Behinderung des Geschäftsmodells von Bild plus sowie eine Verletzung des Datenbankrechts".  Focus Online wies die Vorwürfe als unhaltbar zurück. Der Anteil von Artikeln, in denen aus Bild Plus zitiertert wurde, habe im fraglichen Zeitraum "bei weit unter einem Prozent" gelegen. Zugleich erhob Focus Online seinerseits den Vorwurf, die Klage diene lediglich der "Diskretitierung eines erfolgreichen Mitbewerbers". 

Julian Reichelt
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Das Gericht hat die beiden Streithähne nun offensichtlich erfolgreich zu einem Vergleich bewegt: "Nach konstruktiven Gesprächen haben sich beide Häuser geeinigt, die gerichtliche Auseinandersetzung zu beenden", teilten Axel Springer und Hubert Burda Media am Montag in einer gemeinsamen Stellungnahme mit. Zu den Details der Einigung schweigen sich die Parteien aus: Man werde keine weiteren Stellungnahmen z
u dem Rechtsstreit und seiner Beendigung abgeben. dh
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