Streit Verlagskoalition gibt Presse-Grosso einen Korb

Freitag, 08. September 2017
Die Auslieferung von Zeitschriften ist den Verlagen zu teuer
Die Auslieferung von Zeitschriften ist den Verlagen zu teuer
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Der Jahreskongress Presse-Grosso findet ohne Bauer, Burda, Funke, Springer, Spiegel und Klambt statt. Die Verlagshäuser, die eine Allianz zur Modernisierung des Presse-Vertriebssystems gegründet haben, haben ihre Teilnahme abgesagt. Damit wollen die Medienhäuser offenbar den Druck auf den Bundesverband Presse-Grosso erhöhen.
Der Jahreskongress Presse-Grosso findet am 12. und 13. September 2017 in Baden- Baden statt. Dass die Anfang 2017 gegründete Verlagskoalition dem Kongress fern bleibt, wird damit begründet, dass die intensiven Verhandlungen mit dem Bundesverband Presse-Grosso über die erforderliche Neuausrichtung des Systems bisher "zu keinem zufriedenstellenden Ergebnis geführt" hätten und sich die Gespräche derzeit "in einer äußerst kritischen Phase" befänden.
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Bauer Media, Burda, Funke, Klambt, Spiegel-Verlag und Axel Springer hatten im Januar stellvertretend für die Verlagsbranche eine strategische Koalition geschlossen. Ziel des Bündnisses ist es, die Pressevielfalt in Deutschland sowie den flächendeckenden und diskriminierungsfreien Vertrieb von Zeitungen und Zeitschriften langfristig abzusichern. Dazu soll das Presse- Vertriebssystem gemeinsam mit dem Presse-Grosso nachhaltig modernisiert werden, heißt es. 

Bei dem Streit geht es mal wieder ums große Geld. Aus Sicht der Verlage kassiert der Presse-Grosso zu viel Geld für die Auslieferung von Zeitungen und Zeitschriften. mas
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