Strafanzeige wegen sexuellen Übergriffs Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Kai Diekmann

Freitag, 06. Januar 2017
Kai Diekmann
Kai Diekmann
Foto: Axel Springer

Kai Diekmann sorgt erneut für Schlagzeilen. Anders als vor einer Woche, als der langjährige "Bild"-Chefredakteur ankündigte, Axel Springer nach 30 Jahren zu verlassen, ist der Anlass diesmal kein selbst gewählter. Wie der "Spiegel" berichtet, muss sich Diekmann gegen den Vorwurf des sexuellen Übergriffs wehren.
Laut "Spiegel" wirft eine Mitarbeiterin des Unternehmens dem Noch-Herausgeber der Bild-Gruppe vor, sie nach einer Klausurtagung in Potsdam im Sommer beim Baden belästigt zu haben. Die dortige Staatsanwaltschaft habe eine Strafanzeige und Ermittlungen in dieser Sache bestätigt, heißt es in dem Bericht. Springer habe gegenüber dem "Spiegel" eingeräumt, den Vorwurf zu kennen. Die Mitarbeiterin habe sich unmittelbar nach dem angeblichen Übergriff an das Unternehmen gewandt. Daraufhin habe man den Fall mithilfe externer Rechtsexperten eingehend untersucht, habe aber mit den zur Verfügung stehenden Mitteln kein strafbares Verhalten feststellen können. Um den Vorwurf aber rechtsverbindlich klären zu lassen, habe man die Erkenntnisse mit dem Einverständnis Diekmanns an die Staatsanwaltschaft gegeben, heißt es in der Vorabmeldung des "Spiegel". Die Anzeige der Mitarbeiterin sei unmittelbar danach erfolgt.

Dem "Spiegel" zufolge bestreitet Diekmann den Vorwurf. Ende 2016 hatte der langjährige "Bild"-Chefredakteur bekannt gegeben, den Springer-Konzern Ende Januar verlassen zu wollen. Mit den jetzt bekannt gewordenen Vorwürfen habe das Ausscheiden aber nichts zu tun, die Entscheidung dazu sei vor über einem Jahr gefallen, heißt es aus dem Unternehmen. Die Vorwürfe hätten den geplanten Abschied allenfalls beschleunigt. mas
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