Stock-Fotos Die sieben Bildtrends für 2016

Dienstag, 01. März 2016
Virtual Reality wird auch in der Stockfotografie zum Trendthema
Virtual Reality wird auch in der Stockfotografie zum Trendthema
Foto: Bizoo_n / Fotolia
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Scott Braut Bildtrend Fotolia Adobe Instagram


Der Trend zum Bild ist ungebrochen, wie nicht zuletzt der Boom der Foto-Plattform Instagram zeigt. Auch in diesem Jahr werden (Corporate) Publisher und Content Marketer nach eingängigen Visuals für ihre Publikationen Ausschau halten. Wonach sie dabei besonders suchen dürften, erklärt Scott Braut, Head of Content bei Fotolia und Adobe Stock.
Für seine Prognose stützt sich Braut auf Keyword-Anfragen, Downloads und Datei-Uploads. Hier seine Thesen:

1. Technik wird cool

(Bild: Bizoo_n / Fotolia)
Man sah es zuletzt auf dem Mobile World Congress in Barcelona: Menschen, die sich eine klobige Datenbrille über den Kopf stülpen und dann etwas derrangiert in der Gegend herumblicken. An solche Bilder werden wir uns gewöhnen müssen, ist Virtual Reality doch eines der Top-Trendthemen im Marketing derzeit. "Die Folge: Lifestylige Technik-Bilder sind gefragt wie nie!", so Braut.

2. Hipster-Ästhetik bleibt ein Thema

(Bild: Loreanto / Fotolia)
Vollbärte, Hosenträger, Vintage-Kleidung: Von einigen belächelt, erfreut sich Hipster-Mode nach wie vor großer Beliebtheit. Das hat auch Auswirkungen auf die Stock-Fotografie, glaubt Braut: "
Die Hipster-Ästhetik war bereits in den vergangenen Jahren ein Mekka für die Markenkommunikation – und wird es auch weiterhin bleiben." Allerdings seien neue ästhetische Ausdrucksformen, die die Interessen der jungen, urbanen Kreativen widerspiegeln, im Kommen. Marken täten gut daran, diese im Auge zu behalten, rät Braut.

3. Langsamer Abschied vom Selfie

(Bild: William 87 / Fotolia)
Der Selfie - das Selbstporträt mit dem Smartphone - ist auch aus der Marketing-Kommunikation kaum noch wegzudenken, wie man beispielsweise am aktuellen Telekom-Spot mit Clara Heins sieht. Allerdings seien neue Ausdrucksformen im Aufstieg begriffen, so Braut: "Portraits mit Perspektive bieten ein deutlich komplexeres Bild einer Person als ein Standard-Selfie, und erwecken beim Betrachter den Eindruck, kein Foto anzusehen, sondern ein Teil der Szene neben der Person zu sein."

4. Kräftige, farbgesättigte Bilder statt Trendfarben

(Bild: diyanadimitrova / Fotolia)
Im Stockbildbereich verfolgten Marken in der Regel ein bestehendes, festes Farbschema, weiß Braut zu berichten. "Daher vergegenwärtigt unser Ausblick auf Farben 2016 auch die Art und Weise, wie Farben verwendet werden. Stimmige, kräftige, farbgesättigte Bilder heben sich von der Masse ab und verstärken die Positionierung einer Marke; egal, ob Weiß für Gelassenheit steht, Pink für jugendliche Attraktivität oder Grün für Nachhaltigkeit."

5. Die Welt von oben neu entdecken

(Bild: Melpomene / Fotolia)
Der Blick von oben auf die Erde ist seit Felix Baumgartners Stratosphären-Sprung eine Ikone des Marketings - durch Drohnen könnte diese Perspektive zum Alltag werden. Doch nicht nur Luftaufnahmen, auch Landschaftshintergründe hätten schon immer zu den beliebtesten Suchanfragen im Stock-Foto-Bereich gehört, erklärt Braut. "Wir werden 2016 jedenfalls weitere geographische Regionen sehen, die fotografisch eingefangen wurden."

6. Echtzeit-Kommunikation, Echtzeit-Bilder

(Bild: Stasenso / Fotolia)
Bei Twitter gehört die Echtzeit-Kommunikation zur DNA, Facebook greift mit seinem Livestreaming-Tool in diesem Bereich gerade massiv an. 
Dementsprechend seien tagesaktuelle Motive, die Bezug auf aktuelle Ereignisse nehmen, ein großer Trend in der Bildsprache, sagt Braut. Hierzu gehörten etwa Ereignisse wie die Legalisierung der gleichgeschlechtlichen Ehe in den USA im Juni 2015.

7. Grafischer Minimalismus

(Bild: Pokki / Fotolia)
Minimalismus sei in der Bildsprache bereits seit mehreren Jahren ein Trend, sagt Braut. Allerdings gebe es dabei Variationen. "In diesem Jahr bedeutet Minimalismus vor allem Low-Poly-Stil", so der Content-Chef von Fotolia. Vereinfacht gesagt werden dabei Dreiecke so angeordnet, dass sie ein Gesicht bzw. Konterfei nachbilden. "Einfachheit und Schärfe dieses graphischen Stils werden 2016 noch zunehmen und zum Erfolgsrezept werden", so Braut. 

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