„Stern“-Chefredakteur Krug „Wir überlassen die Aufklärung nicht dem Staat“

Mittwoch, 20. Januar 2016
"Stern"-Chefredakteur Christian Krug auf dem Deutschen Medienkongress
"Stern"-Chefredakteur Christian Krug auf dem Deutschen Medienkongress
Foto: Alex Grimm / Getty Images

Beim Deutschen Medienkongress wehrt sich „Stern“-Chefredakteur Christian Krug gegen das Medienbashing wegen der Berichterstattung über die Kölner Silversternacht. „Wir überlassen die Aufklärung nicht dem Staat. Heerscharen von Journalisten recherchieren“, sagte Krug bei dem Branchenevent in Frankfurt. Es sei nicht so, dass die Medien einen Skandal unter den Tisch gekehrt hätten, sondern die Polizei. Insgesamt hält er die Berichterstattung der deutschen Medien für die kritischste in Europa.

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Neben den Vorwürfen, wichtige Ereignisse nicht zu erkennen oder unter den Tisch zu kehren, müssen sich die deutschen Medien im Moment auch den Vorwurf gefallen lassen, bestimmte Sichtweisen und gesellschaftliche Strömungen nicht richtig abbilden zu wollen. „Die Gesellschaft driftet komplett auseinander. Das darf sich nicht verschärfen“, sagt Bascha Mika, Chefredakteurin der „Frankfurter Rundschau“.
Wehrt sich gegen den Populismus-Vorwurf: Bascha Mika, Chefredakteurin der „Frankfurter Rundschau“
Wehrt sich gegen den Populismus-Vorwurf: Bascha Mika, Chefredakteurin der „Frankfurter Rundschau“ (Bild: Alex Grimm / Getty Images)
Die Erklärung und Einordnung von Ereignissen sei daher wichtiger denn je, ergänzt RTL-Chefredakteur Michael Wulf. So sehr wie im Moment, wo die Flüchtlingskrise und Terroranschläge die täglichen Diskussionen bestimmen, hätten sich die Menschen in Deutschland lange nicht mehr mit Politik auseinandergesetzt. 
Den Vorwurf, die Medien seien populistisch, weist Mika von sich: „Das ist ein böses Wort, weil es bedeutet, dem Volk nach dem Maul zu reden“, sagt sie. Dass das, was die Journalisten jeden Tag leisten, „harte Arbeit“ ist, müsse jedoch besser dargelegt werden.
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Bild: dfv

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Um möglichst viele Menschen mit den Inhalten zu erreichen, müssten die Redaktionen sich zudem auch um immer neue Verbreitungswege kümmern. Mit Neugier warten die in Frankfurt versammelten Chefredakteure auf Axel Springers App Upday, die auf den Samsung-Smartphones vorinstalliert wird. Angesichts eines Marktanteils von 43 Prozent erwartet Jan-Eric Peters, Chief Product Officer von Upday, eine schnelle Verbreitung. „Wir bringen den Traffic zu den Verlegern“, verspricht er. Upday enthält von Journalisten kuratierte Inhalte. Diese gliedern sich in zwei Blöcke: Einem, der Inhalte enthält, die für alle relevant sind, einer mit nutzerspezifisch zusammengestellten Inhalten. Die Inhalte kommen von starken Medienmarken, auf deren Texte von Upday aus verlinkt wird. Die App startet 2016 in Deutschland, Polen, Frankreich und Großbritannien. In den beiden letzten Ländern baut Jan-Eric Peters gerade die Redaktionen auf, die aus sechs bis acht Mitgliedern bestehen sollen. Upday finanziert sich über Werbung. Wie gut die App funktioniert, muss sich zeigen, aber grundsätzlich begrüßen die Verlage die Springer-Initiative. „Alles was versucht wird, ist begrüßenswert“, sagt „Stern“-Chefredakteur Krug. pap

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