„Stern“-Chefredakteur Dominik Wichmann „Leute, lasst uns kämpfen“

Mittwoch, 21. August 2013
Hält Auflagenerosion für unumkehrbar: "Stern"-Chefredakteur Dominik Wichmann
Hält Auflagenerosion für unumkehrbar: "Stern"-Chefredakteur Dominik Wichmann

Schafft er es oder schafft er es nicht? Dominik Wichmann, 41 Jahre alt, gilt als einer der großen Hoffnungsträger im deutschen Magazinjournalismus und hat als Chefredakteur des "Stern" einen der schwierigsten Jobs der Branche. Im großen Exklusiv-Interview in HORIZONT zieht Wichmann Bilanz der ersten Monate und erläutert seine Digital-Pläne. Seiner großen Verantwortung ist sich Wichmann bewußt: Der Stern steht für G+J und G+J steht in gewisser Weise für die Situation der Großverlage in Deutschland. Auf die Frage nach der Relevanz von Digital im Vergleich zu Print sagt Wichmann: Das ist absolut gleichrangig. Ich bin überzeugt: Die Revitalisierung der Marke Stern läuft in erster Linie über die digitalen Angebote. Wenn wir da nicht erfolgreich sind, wird es auch unser Printprodukt dauerhaft schwer haben. Für Wichmann kommt die Neuausrichtung des Stern einem Marathonlauf gleich und sind jetzt gerade mal bei Kilometer 7. hor

Weitere Wichmann-Statements

Zum "Stern"
„Ich finde, der Stern hat sehr an Solidität gewonnen, die Redaktion macht eine großartige und berechenbar gute Arbeit. Was uns auszeichnet, sind Haltung, Mut und gute Unterhaltung, aber auch Präzision und Schnelligkeit. Was wir noch besser hinbekommen müssen, ist, echte Highlights zu setzen.“


Zur Auflagensituation bei Publikumsmedien:
„Wir haben es bei den Auflagen mit einer Kurve zu tun, die sich total berechenbar nach rechts unten neigt. Das ist einfach so. “


Zu Paid Content:
„Ich gehöre nicht zu denen, die glauben, dass man im Netz für Nachrichten Geld verlangen kann. Nachrichten sind heute zum Allgemeingut geworden. Ganz anders sieht es aus, wenn wir diese Nachrichten veredeln sei es durch spektakuläre Bilder, interessante Analysen, Hintergrundberichte oder Reportagen.“


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