"Stern" / Medienverbände Mit Text, Bild und Anzeigen gegen den Terror

Donnerstag, 15. Januar 2015
Das Poster, das dem aktuellen "Stern" beiliegt, zeigt eine Zeichnung des österreichischen Karikaturisten Gerhard Haderer
Das Poster, das dem aktuellen "Stern" beiliegt, zeigt eine Zeichnung des österreichischen Karikaturisten Gerhard Haderer
Foto: G+J
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Charlie Hebdo Gerhard Haderer Gruner + Jahr ARD ZDF VDZ


"Hass gegen Angst": Der "Stern" widmet dem Terroranschlag auf das französische Satiremagazin "Charlie Hebdo" 42 Seiten seiner aktuellen Ausgabe. Auch zahlreiche Medienverbände zeigen Flagge für die Presse- und Meinungsfreiheit, der VDZ startet eine eigene Anzeigenkampagne.

Unter dem Titel "Hass gegen Angst. Terror im Namen Allahs: Wie groß ist die Gefahr in Deutschland" beschäftigt sich die Zeitschrift aus dem Hause Gruner + Jahr in einem Großteil ihrer heute erschienenen, um acht Seiten erweiterten Ausgabe mit den tragischen Ereignissen der vergangenen Woche und den Folgen. In einer Auflage von 570.000 Exemplaren liegt dem "Stern" zudem ein Poster bei, dessen Vorderseite eine Zeichnung des österreichischen Karikaturisten Gerhard Haderer zeigt. Auf der Rückseite findet der Leser Informationen zu "Charlie Hebdo" und den getöteten Kollegen sowie ausgewählte Cover des Satiremagazins, deren erste Ausgabe nach dem Anschlag am Mittwoch dieser Woche mit einer Druckauflage von 3 Millionen Exemplaren und in 16 Sprachen erschienen ist.

Ausgaben des Heftes, das einen trauernden Mohammed auf dem Titel zeigt, verteilt G+J am Freitag zudem an alle Mitarbeiter am Hamburger Baumwall. Die Exemplare kommen von der Verlagstochter Prisma Media, deren Hauptsitz im französischen Gennevilliers liegt – nur wenige Meter entfernt vom letzten Aufenthaltsort der Attentäter.

Das aktuelle "Stern"-Cover
Das aktuelle "Stern"-Cover (Bild: G+J)
Gemeinsam haben mittlerweile auch die deutschen Journalisten- und Medienorganisationen ARD und ZDF, DJU in Verdi, DJV, Freelens, Freischreiber, Netzwerk Recherche, N-Ost, Reporter ohne Grenzen, der Verband Cartoonlobby, VPRT und VDZ dazu aufgerufen, die Presse- und Rundfunkfreiheit in Deutschland und weltweit stets aufs Neue zu verteidigen. Außerdem fordern die Unterzeichner Verantwortliche in Bund und Ländern, Parteien und Interessengruppen dazu auf, stärker für die Presse- und Rundfunkfreiheit einzutreten: "Der Anschlag auf Charlie Hebdo hat uns gezeigt, wie fragil die Presse- und Rundfunkfreiheit ist. Darum wollen wir alles daran setzen, dieser demokratischen Errungenschaft auch im öffentlichen Bewusstsein wieder zu dem ihr zustehenden Rang zu verhelfen und uns nicht mit einem schleichenden Glaubwürdigkeitsverlust der Medien abfinden."

Darüber hinaus stellt der VDZ seinen Mitgliedsverlagen zwei Anzeigenmotive zur Verfügung, die für die Pressefreiheit werben: Eine Variante arbeitet mit acht zentralen Wertbegriffen, für die Zeitschriftenverleger mit ihren jeweiligen Titeln stehen. Das zweite Motiv rückt das gemeinsame Eintreten der Verlage für die Pressefreiheit in den Mittelpunkt. Die Anzeigen stehen auf der Website des Verbandes zum Download zur Verfügung. kl
Eines der beiden Anzeigenmotive des VDZ
Eines der beiden Anzeigenmotive des VDZ (Bild: VDZ)
Die Motive stehen allen Mitgliedsverlagen zur Verfügung
Die Motive stehen allen Mitgliedsverlagen zur Verfügung (Bild: VDZ)

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