Stefan Raab Pro-Sieben-Rampensau beendet TV-Karriere

Donnerstag, 18. Juni 2015
Hat keine Lust mehr auf Fernsehen: Stefan Raab
Hat keine Lust mehr auf Fernsehen: Stefan Raab
Foto: Pro SIeben/Brainpool
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Herber Verlust für Pro Sieben: Stefan Raab wird zum Jahresende seine TV-Karriere beenden. Damit verliert Pro Sieben nach 16 Jahren eines seiner wichtigsten Zugpferde. Raab hatte dem Sender über Jahre starke Quoten beschert. Allein die Show "TV total" moderierte er 2.180 Mal. 
Wie Pro Sieben am Mittwochabend bekannt gab, wird Stefan Raab Ende 2015 seine letzte TV-Show moderieren. "Ich habe mich entschlossen zum Ende dieses Jahres meine Fernsehschuhe an den Nagel zu hängen. Pro Sieben hat mir eine mehrjährige Vertragsverlängerung angeboten. Das hat mich sehr geehrt. Dennoch habe ich meine Entscheidung nach reiflicher Überlegung und mit Überzeugung getroffen", sagt Raab.  Auch wenn die ganz großen Quotenhits zuletzt ausgeblieben waren: Dass Differenzen zwischen dem Moderator und Pro Sieben den Ausschlag für die Trennung gegeben haben könnten, verneint Raab. "Wir beenden die Zusammenarbeit im besten Verhältnis, das man haben kann", beteuert der 49-Jährige, der vor allem als Moderator von "TV total" und "Schlag den Raab" im Pro-Sieben-Programm der letzten Jahre Akzente gesetzt hat. 
Stefan Raab
Bild: Pro Sieben / Willi Weber

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"Ich bedanke mich bei meinem Sender Pro Sieben, der mich in den vergangenen Jahren alle meine Ideen hat umsetzen lassen", so Raab weiter. Zuletzt hatte es Spekulationen über ein Zerwürfnis zwischen dem Entertainer und seinem Haussender sowie über einen möglichen Wechsel zum Konkurrenten RTL gegeben. 

Bei Pro Sieben ist man alles andere als begeistert von der Entscheidung des langjährigen Starmoderators. Das war auch am heutigen Donnerstagmorgen auf Twitter zu sehen. Anstelle der Standardbegrüßung "Einen Morgen, einen guten..." hieß es dort heute nur "Einen Morgen. Einen Morgen." (siehe Tweet oben).
„Sollte Stefan Raab jemals einen Rücktritt vom Rücktritt in Erwägung ziehen: Bei ProSieben stehen ihm alle Türen offen.“
Wolfgang Link
Auch für Wolfgang Link, Pro-Sieben-Senderchef und Vorsitzender der Geschäftsführung von Pro-Sieben-Sat-1-TV Deutschland, geht mit dem Entschluss Raabs eine TV-Ära zu Ende. "Stefan Raab hat Pro Sieben und das deutsche Fernsehen geprägt. Er hat uns viele neue Shows und unzählige magische Momente geschenkt", würdigt Link die Leistungen Raabs. Dieser habe mit dem Format "Schlag den Raab" die "Samstagabend-Unterhaltung verändert" und mit "TV total" "mehrere Generationen begeistert."

Raab, der seine Bildschirmkarriere Anfang der 90er Jahre beim Musiksender Viva begonnen hatte und mit dem Adolf-Grimme-Preis, dem Deutschen Fernsehpreis, dem Comedy-Preis und dem Bayerischen Fernsehpreis ausgezeichnet wurde, war für Pro-Sieben aber auch eine Art Format-Scout und Multitalent. So gingen Formate wie "Die TV total WOK-WM", "Bundesvision Song Contest", "Schlag den Raab", "Schlag den Star", "Unser Star für Oslo", "Die TV total Bundestagswahl", "Das TV total Turmspringen", "Die absolute Mehrheit", "Die TV total Stock Car Crash Challenge", "Der große TV total Parallelslalom" auf seine Kappe. mas
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