Statt Bezahlschranke Golem.de startet werbefreie Abo-Version

Montag, 04. August 2014
Golem.de startet eine werbefreie Version - aber keine Bezahlschranke
Golem.de startet eine werbefreie Version - aber keine Bezahlschranke
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Bezahlschranke Golem Profilbildung



Das IT-Onlinemagazin Golem.de war und ist einer der Hauptprotagonisten im Kampf gegen Adblocker - nun startet die Website mit "Golem pur" eine werbefreie Version. Ab 2,50 Euro im Monat können die User das Angebot abonnieren - ohne Werbung sowie ohne unerwünschtes Tracking und Profilbildung. Als Paid-Content-Modell versteht sich die neue Version jedoch bewusst nicht. Zahlende Nutzer erhalten auf Computern und mobilen Endgeräten eine angepasste Version der Website. Es wird keine Werbung geladen und keine unerwünschte Profilbildung durchgeführt, keine Daten werden an die Werbeserver gesendet. Dies gelte für einfache Textanzeigen ebenso wie für animierte Flash-Werbung sowie Pre-Roll-Spots vor den Videos. Inhalte werden jedoch ausdrücklich nicht hinter eine Bezahlschranke gestellt. "Das Beschränken des Zugangs zu Information und das Errichten von Paywalls entspricht nicht Golem.des Verständnis des Internets und der vernetzten Welt", sagt Benjamin Sterbenz, Chefredakteur von Golem.de.

Zur Wahl stehen drei Abopakete: Ein monatlich kündbares Abo für 4 Euro, ein 6-Monats-Abo für 18 Euro und ein Jahresabo für 30 Euro, wobei sich ein Monatspreis von 2,50 Euro ergibt. Abonnenten erhalten zusätzlich Komfortfunktionen, die die Bedienung der Seite und das Lesen der Artikel vereinfachen. Sie können etwa Artikel auf einer Seite darstellen, am Computer den Flash-Player durch einen HTML5-Videoplayer ersetzen, Videos für die Offlinenutzung herunterladen und einen Volltext-RSS-Feed nutzen. Weitere Funktionen sollen stetig ergänzt werden.

Vergangenes Jahr hatte Golem.de gemeinsam mit anderen Onlinemedien - darunter Zeit Online, Süddeutsche.de und Spiegel.de - dazu aufgerufen, Adblocker abzuschalten und in diesem Zusammenhang ausführlich mit seinen Lesern über Werbeformen und die Finanzierung journalistisch hochwertiger Inhalte im Internet diskutiert. Seitdem setzt sich das IT-Magazin für
weniger aufdringliche Werbeformen ein. fam
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