Starkes Wachstum Mobile pusht Facebook-Umsatz

Donnerstag, 24. Juli 2014
Daumen hoch: Facebook wächst weiter dank Mobile (Bild: Facebook)
Daumen hoch: Facebook wächst weiter dank Mobile (Bild: Facebook)


Vor zwei Jahren spielte Mobile noch keine Rolle, nun steuern Werbeumsätze auf mobilen Endgeräten bereits 62 Prozent zum Umsatz von Facebook bei und pushen die Einnahmen. Für das 2. Quartal 2014 weist das Social Network insgesamt 2,91 Milliarden Dollar Umsatz aus, umgerechnet 2,16 Milliarden Euro. Das entspricht einem Plus von 61 Prozent zum Vorjahresquartal. Auch der Gewinn ist deutlich gestiegen und zwar um 140 Prozent auf 791 Millionen Dollar. Die guten Zahlen überraschten sogar die Analysten. Facebook profitiert von dem generell rasanten Anstieg der mobilen Nutzung und der immer höheren Verbreitung von Smartphones und Tablets. Fast ein Drittel der mittlerweile 1,32 Milliarden Facebook-User weltweit greift nur noch via mobilem Endgerät auf das Netzwerk zu. Rund 1,07 Milliarden Nutzer schauen regelmäßig mobil bei Facebook vorbei.

Facebook ist damit einer der wenigen Konzerne, der die schnell steigenden Abrufe auch monetarisieren kann. Laut E-Marketer repräsentiert das von Mark Zuckerberg gegründete Unternehmen mittlerweile 9,5 Prozent des gesamten US-amerikanischen Digitalumsatzes.

Derzeit lebt der Konzern jedoch in erster Linie von seiner hohen Reichweite, die er nun auch in der Kommunikation deutlich nach vorne stellt. Zum Start waren es vor allem die Möglichkeiten der personalisierten Werbung, mit denen Facebook um Werbeetats gebuhlt hatte. Die Effizienz der One-to-One-Kommunikation war zuletzt jedoch deutlich umstritten. Im Interview mit HORIZONT hatte Deutschland-Chef Scott F. Woods denn auch klar gestellt, dass die Zukunft des Konzerns vor allem in der Monetarisierung seiner Reichweite liegt.

Die reinen Branding-Etats landen jedoch noch bei anderen Gattungen, allen voran TV. Vor diesem Hintergrund gewinnt der Ausbau des Onlinevideogeschäfts an Bedeutung, den Facebook angekündigt hat. Die Frage ist jedoch, ob die Nutzer auch bereit sind, Video-Ads zu sehen.

Konzernchef Zuckerberg setzt jedoch nicht nur auf organisches Wachstum. 2012 hatte er für 1 Milliarde Dollar Instagram übernommen, im Februar diesen Jahres für rund 19 Milliarden Dollar den SMS-Dienst WhatsApp und im März für 2 Milliarden Dollar Oculus. Und die Kassen sind weiterhin gut gefüllt. pap
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