Springer/Funke-Deal Markenrechte von "Bildwoche" und "Bild der Frau" bleiben bei Springer

Donnerstag, 09. Januar 2014
Die Markenrechte für "Bild der Frau" und "Bildwoche" bleiben wohl bei Springer
Die Markenrechte für "Bild der Frau" und "Bildwoche" bleiben wohl bei Springer

Der Mega-Verkaufsdeal zwischen Axel Springer und der Funke Mediengruppe steht nicht nur vor kartellrechtlichen Hürden. Hinzu kommt, dass sich beide Großverlage offenbar noch nicht ganz einig sind in wichtigen Fragen der Markenführung. So sollen die Markenrechte fürs Frauenmagazin "Bild der Frau" - dessen Übernahme das Bundeskartellamt ebenso wie die der Regionalzeitungen ("Hamburger Abendblatt", "Berliner Morgenpost") bereits durchgewinkt hat - nach HORIZONT-Informationen weiterhin bei Axel Springer liegen. Gleiches gilt dem Vernehmen nach für den Programmtitel "Bildwoche".

Offenbar will Verkäufer Axel Springer vertraglich festschreiben, dass die Funke-Gruppe beide Titel und Logos nach dem Kauf nicht nach Belieben nutzen darf, um seine verbleibende Cash-cow-Marke "Bild" zu schützen. Im Extremfall wäre sonst etwa denkbar, dass Funke die "Bildwoche" zu einem "Bild"- oder "Bild am Sonntag"-ähnlichen Boulevardblatt umpositioniert. Ein Springer-Sprecher will sich zu Vertragsinhalten nicht äußern, bestätigt aber, dass Springer weiter die Markenrechte der beiden Titel hält. Es seien einvernehmlich Lizenzverträge geschlossen worden, "wie in solchen Fällen üblich".

Unterdessen warten Springer und Funke weiter gespannt auf die nächsten Gesprächstermine mit dem Kartellamt. In der HORIZONT-Ausgabe 1/2014 (erscheint am Donnerstag, 9. Januar) lesen Abonnenten, warum das geplante Vermarktungs-Joint-Venture wackeln könnte. rp

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