Springer/Funke-Deal Klambt offenbar an Programmies interessiert

Donnerstag, 23. Januar 2014
Auf der Durchreise: die "Funk Uhr", derzeit noch von Axel Springer
Auf der Durchreise: die "Funk Uhr", derzeit noch von Axel Springer

Die Titel kommen - und die Titel gehen: Wie bereits vermutet, muss die Funke Mediengruppe offenbar einen Teil ihrer und der bisherigen Springer-Zeitschriften (weiter-)verkaufen, um Auflagen des Bundeskartellamts zu erfüllen. Nach einem Bericht des "Handelsblatt" sollen die Programmies "Funk Uhr", "Die Zwei", "Bildwoche" und "TV neu" künftig in der Mediengruppe Klambt erscheinen. Nachdem das Bundeskartellamt die Übernahme der Springer-Regionalzeitungen ("Hamburger Abendblatt", "Berliner Morgenpost") und Frauenmagazine (u.a. "Bild der Frau") durch Funke bereits genehmigt hat, stehen sowohl der Kauf von Springers Programmtiteln ("Hörzu", "Funkuhr", "TV Digital", "Bildwoche") sowie das geplante Joint Venture für Vertrieb und Vermarktung noch immer auf dem Prüfstand. Dass Funke einen Teil der neuen und alten Zeitschriften weiterverkaufen muss, gilt seit Ende des vergangenen Jahres als wahrscheinliche Auflage der Kartellbehörde.

Der nun im Markt gehandelte potenzielle Käufer, die Klambt Mediengruppe aus Speyer, verlegt derzeit vor allem Magazine aus den Bereichen Style (u.a. "In", "Ok!"), Frauen (u.a. "Lea", "Welt der Frau") und Living ("Happy Way", "Martha Stewart Living") - im Bereich der Programmzeitschriften hat die Gruppe bisher noch keine Erfahrungen. Weder Klambt noch Funke haben sich auf Nachfrage von HORIZONT.NET zu den Spekulationen geäußert. "Die Partner arbeiten intensiv darauf hin, dass die geplante Transaktion zwischen Axel Springer und der Funke Mediengruppe zügig vollzogen werden kann", heißt es aus Essen. Dabei rechne man natürlich mit Auflagen des Kartellamtes. kl
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