Springer-Manager Claus Strunz "Facebook liefert eine Monetarisierungsidee"

Donnerstag, 23. Juni 2016
Claus Strunz wird zusätzlich Geschäftsführer bei MAZ & More
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Dass Facebook Content-Publishern Geld zahlt, wenn sie ihre Bewegtbildinhalte auf "Facebook Live" stellen, ist aus Sicht von Claus Strunz nicht als Produktionskostenzuschuss zu werten, wie es das Social Network dies zuletzt dargestellt hatte. Es sei vielmehr ein "Kauf des Inhalts". "Facebook liefert damit eine Monetarisierungsidee", sagte der Geschäftsführer des Bereichs TV- und Videoproduktionen von Axel Springer, auf dem Social TV Summit in München.
Axel Springers Bild.de beteiligt sich an der Facebook-Live-Initiative. Dass Facebook den Publishern dafür Geld bezahlt hatte Anfang der Woche die Gemüter erregt. "Wenn es sich gut ausgeht, setzt es die Fantasie eines Game Changes frei", so Strunz optimistisch. Die "leidige Monetarisierungsfrage" sei möglicherweise geklärt, wenn die Plattformbetreiber die Inhalteanbieter dafür bezahlen, dass sie ihren Content auf den Plattformen verbreiten. Die Abhängigkeit von den Werbeerlösen würde damit sinken. Aus Strunz Sicht ist die frühe Beteiligung von Springer bei Facebooks jüngstem Projekt ein weiteres Indiz für die Experimentierfreude des Konzerns. "Wir sind Europameister im ausprobieren", so Strunz.  Die Entsendung mehrerer Springer-Manager ins Silicon Valley vor vier Jahren sei ein Wendepunkt gewesen. Seither gelte auch im Konzern, dass Dinge ausprobiert werden, auch wenn noch nicht klar sei, ob diese tatsächlich erfolgreich sind - oder möglicherweise scheitern. pap
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