Springer-Funke-Deal Kartellamt leitet Hauptprüfverfahren ein

Mittwoch, 09. Oktober 2013
Der Verkauf der Printsparte von Springer wird genauer unter die Lupe genommen
Der Verkauf der Printsparte von Springer wird genauer unter die Lupe genommen


Der Verkauf großer Teile des Printgeschäfts von Axel Springer an die Funke Mediengruppe verzögert sich womöglich. Das Bundeskartellamt will die möglichen Folgen der Transaktion genauer unter die Lupe nehmen und hat daher ein Hauptprüfverfahren eingeleitet. Eigentlich sollten die Titel zum Jahreswechsel den Besitzer wechseln.
Bei dem Verkauf der regionalen Tageszeitungen und zahlreicher Zeitschriften an die Funke Mediengruppe handle es sich "um ein komplexes Vorhaben, bei dem verschiedene Märkte betroffen sind", sagte ein Sprecher der Bundeskartellamtes. Daher wolle man sich die Auswirkungen der Transaktion genauer ansehen. Mit der Eröffnung eines Hauptprüfverfahrens haben die Wettbewerbshüter nun drei Monate zusätzlich Zeit, um den Fall zu durchleuchten. Das Verfahren soll bis zum 10. Januar abgeschlossen sein.

Die beiden Medienunternehmen reagierten betont gelassen auf die Mitteilung: "Wir haben das von Anfang an erwartet", teilte Axel Springer mit. Die Funke Mediengruppe ließ wissen, eine vertiefte Prüfung des Kartellamtes sei "ein durchaus übliches Verfahren bei einer derartigen Transaktion".

Die Funke Mediengruppe hatte im Sommer angekündigt, für 920 Millionen Euro die Regionalzeitungen "Hamburger Abendblatt" und "Berliner Morgenpost" sowie die Programm- und Frauenzeitschriften von Axel Springer zu übernehmen. Der Deal sollte ursprünglich zum 1. Januar 2014 wirksam werden. dh
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