Spoileralarm "FAZ" plaudert Ende von "Breaking Bad" aus

Dienstag, 01. Oktober 2013
Walter White (Bryan Cranston) ist der Star in "Breaking Bad" (Bild: RTL Nitro)
Walter White (Bryan Cranston) ist der Star in "Breaking Bad" (Bild: RTL Nitro)

Deutsche Fans der US-Serie "Breaking Bad" - und von denen gibt es viele - dürften diesen Dienstagabend herbeigesehnt haben: Denn heute wird auf dem Abosender AXN das Finale der Serie um Drogenboss Walter White ausgestrahlt. Die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" grätscht auf ihrer heutigen Medienseite jedoch jäh dazwischen: Dort wird der Ausgang von "Breaking Bad" ausführlich erzählt, samt großem Bild der Schlussszene. Das dürfte einigen Fans die Vorfreude sicher gründlich verhageln. Nun sind Spoiler im Zeitalter von Facebook und Twitter nichts Ungewöhnliches. Man fragt sich aber doch, warum die "FAZ" das Stück schon heute bringen musste - und ob es nicht auch ein anderes, weniger eindeutiges Bild getan hätte. "Das Herausgeben einer Medienseite schützt offenbar nicht vor gelegentlicher Medieninkompetenz", urteilt DWDL-Chef Thomas Lückerath denn auch süffisant.

Bei der Zeitung selbst sieht man das ein wenig anders: Die Seite sei ein Service für jene "Breaking-Bad"-Fans, die das Finale nicht bei AXN verfolgen können, sagt Michael Hanfeld, bei der "FAZ" verantwortlich für die Medienseite. Unbestreitbar dürfte deren Zahl recht hoch sein. Im Netz geht die "FAZ" dennoch wesentlich sensibler vor: Dort steht am Ende der Einleitung: "Wer den Schluss selbst sehen will, sollte diesen Text nicht lesen."



Erste Hinweise auf die bevorstehende "FAZ"-Veröffentlichung gab es bereits am späten Montagabend auf Twitter: Dort setzte Stefan Niggmeier einen "Servicetweet" ab und warnte vor dem Spoiler. Bis heute morgen wurde der Status bereits über 90 Mal retweetet. Und wer ließ sich zu einer Antwort auf Niggemeiers Tweet hinreißen? Richtig: "FAZ"-Herausgeber Frank Schirrmacher. "Danke für die Warnung", so die knappe Antwort - die einen unweigerlich schmunzeln lässt.

ire
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