Spiegel Online Bento soll Newsportal für die Generation Hashtag werden

Donnerstag, 10. September 2015
Bento soll junge Leute ansprechen
Bento soll junge Leute ansprechen
Foto: Spiegel Gruppe

Stäbchenwetzen: Im Erdgeschoss-Großraumbüro des „Spiegel“-Glitzerpalastes in Hamburg laufen sich gerade 13 junge Leute warm für das wohl größte Neustart-Projekt des Verlags seit langem: Für Bento, ein journalistisches Portal für Menschen zwischen 18 und 30 Jahren. Anfang Oktober soll es losgehen; eine Vorab-Version wird auf der Dmexco präsentiert.

Verantwortlich dafür sind Florian Harms und Katharina Borchert, der Chefredakteur und die Geschäftsführerin von Spiegel Online. Vier ihrer 13 Journalisten kommen von Spiegel Online – darunter die Bento-Redaktionsleiter Frauke Lüpke-Narberhaus und Ole Reißmann –, die übrigen wurden neu eingestellt. Die jüngsten im Team sind 22 Jahre alt, die ältesten 34 Jahre.

Bento, das sind jene leckeren japanischen Sushi-Lunchboxen. Ausgewählte Inhalte liebevoll zusammengestellt und dargereicht – so möchte Harms den neuen Markennamen verstanden wissen.
Die Startseite von Bento
Die Startseite von Bento (Bild: Spiegel Gruppe)
Das Nachrichtenportal für die Generation Hashtag will nicht nur News liefern, sondern auch das Geschehen im Netz kuratiert abbilden und zu manchen Themen außerdem längere Hintergrundstücke bringen. Ressorts gibt es nicht, stattdessen ordnen Hashtags wie „Musik“, „Gerechtigkeit“, „Style“, „Tech“ und „Fühlen“ die Inhalte. Und das alles natürlich total mobil, auf allen Geräten mit selbstanpassendem responsiven Design, in der App, auf allen Social-Media-Kanälen, ungemein interaktiv, mit Bewegtbild rauf und runter.

Und der Journalismus? Harms versteht ihn auch als Service. Die Redaktion soll gleich am Anfang aller Texte erklären, warum ein Thema jetzt wichtig ist. Soll sagen, was sie weiß – und was nicht. Und sie soll auch „Lösungen für Probleme aufzeigen und konkrete Möglichkeiten der Mithilfe benennen – also aktivierender sein als Spiegel Online und andere Newssites“, sagt Harms.
Versteht Journalismus auch als Service: Florian Harms
Versteht Journalismus auch als Service: Florian Harms (Bild: Spiegel Gruppe)
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