Spiegel Neue App löst sich von Magazin-Optik und bindet Social Media ein

Freitag, 11. Dezember 2015
Die Spiegel-App verzichtet nun auf mehrere Spalten und setzt auf Scrollen.
Die Spiegel-App verzichtet nun auf mehrere Spalten und setzt auf Scrollen.
Foto: Screenshot Youtube/ Spiegel TV
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Jens Kuppi Jens Radü Klaus Brinkbäumer


Die heute um 18 Uhr erscheinende digitale Ausgabe des Spiegels kommt mit einer Reihe technischer Neuerungen daher. Dabei verabschieden sich die Hamburger vom Magazin-Layout und verzichten ab sofort auf mehrere Spalten. Der User blättert zudem nicht mehr durch Artikel, sondern scrollt von oben nach unten.
Die neu konzipierte App für IOS und Android wurde im Rahmen der Digitalen Projekte von einem Team um Jens Kuppi, Leiter Layout, und Jens Radü, Leiter des Multimedia-Teams, entwickelt. Zu den neuen technischen Features der weiterentwickelten App zählt ein responsives Design, mit dem sich die Artikel auf allen Geräten – mobil oder stationär – in der gleichen Optik lesen lassen. "Die perfektionierte App verbindet die Optik des Spiegel mit den technischen Möglichkeiten der Onlinewelt. Sie ist ein modernes Produkt, das auf den unterschiedlichen digitalen Endgeräten deutlich mehr Lesevergnügen bereitet", lässt sich Spiegel-Chefredakteur Klaus Brinkbäumer in einer Mitteilung zitieren. Von neuen multimedialen Features, wie animierten Aufmacherbildern, integrierten Autoplay-Funktionen und interaktiven Grafiken, die bereits auf der Textebene genutzt werden können, verspricht sich das Nachrichten-Magazin neue journalistische Erzählformen. Inhaltlich wurde die Applikation durch ein Storytelling-Projekt erweitert. In jeder digitalen Ausgabe gibt es mit dem "Weitwinkel" eine exklusive Visual-Story, die in der Print-Ausgabe angekündigt und über einen QR-Code verlinkt wird. Den Anfang macht die Story "Das Öl-Märchen", die in einer Kombination aus Video und interaktiver Grafik erzählt, wie mit dem schwarzen Gold Politik gemacht wird und wie neue Technologien den weltweiten Öl-Poker verändern.

Auch neu: Erstmals können User ganze Artikel oder auch nur einzelne Textpassagen über soziale Medien teilen. Bislang verzichtete der Spiegel auf eine Einbindung von Facebook und Twitter. Unter jedem Artikel befindet sich ab sofort ein Plus-Button mit zahlreichen Sharing-Möglichkeiten.
Der neue Plus-Button unten rechts ermöglicht das Teilen via Social Media
Der neue Plus-Button unten rechts ermöglicht das Teilen via Social Media (Bild: Der Spiegel)
Mit den technischen Neuerungen verändert sich auch die Vermarktung. Neben den gewohnten Werbemitteln können in der neuen App-Version auch bestehende Online-Formate wie beispielsweise Billboards, HalfpageAds und ContentAds übernommen werden. ron
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