"Spiegel" Möglicherweise bald samstags schon am Kiosk

Montag, 09. September 2013
Wolfgang Büchner startete am 1. September als "Spiegel"-Chefredakteur
Wolfgang Büchner startete am 1. September als "Spiegel"-Chefredakteur


Seit gut einer Woche leitet Wolfgang Büchner nun schon die Redaktion des "Spiegel" - und offenbar bringt der Neue eine Menge Ideen mit. Büchner befürworte nicht nur den Samstag als neuen Erscheinungstag für das gedruckte Heft, er soll auch über ein Online-Bezahlangebot nachdenken. Beides berichtet Kai-Hinrich Renner in seiner Kolumne "Medienmacher". Der Montag als Erstverkaufstag des gedruckten "Spiegel" ist eine Institution - möglicherweise müssen sich die Käufer jedoch umgewöhnen. Ende 2014 läuft der Vertrag mit der zuständigen Druckerei Prinovis aus, in der Neuausschreibung ist laut Renner ein Szenario vorgesehen, demzufolge der "Spiegel" bereits am Sonnabend am Kiosk liegen soll. Büchner favorisiere diese Variante, allerdings nur unter der Voraussetzung, dass auch das Geschehen am Freitag wenn nötig noch in die Ausgabe aufgenommen werden kann. Auch bislang ist beim "Spiegel" freitags Redaktionsschluss.

Die zweite Innovation Büchners soll angeblich auf einem Feld erfolgen, dass beim "Spiegel" immer wieder als Baustelle identifiziert wurde: Renner zufolge denke Büchner über eine Online-Bezahlmodell nach, das die Geschichten des Print-Hefts täglich bis zum Erscheinen der neuen Ausgabe aktualisiert. Über Paid Content wird an der Ericusspitze schon seit längerem immer wieder laut nachgedacht: "Besonders werthaltige Inhalte von Spiegel Online könnten kostenpflichtig werden", hatte Geschäftsführer Ove Saffe Ende letzten Jahres im HORIZONT-Interview bereits gemutmaßt. ire
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