Spiegel Gespräche mit Burda und G+J über Anzeigendisposition

Donnerstag, 14. Januar 2016
"Der Spiegel" lotet offenbar Kooperationsmöglichkeiten mit anderen Verlagen aus
"Der Spiegel" lotet offenbar Kooperationsmöglichkeiten mit anderen Verlagen aus
Foto: Jürgen Herschelmann
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Neues von der Ericusspitze: Der "Spiegel" spricht mit Burda und G+J übers Outsourcing der Anzeigendisposition. Und der Fahrplan zur wichtigen Wahl der Mitarbeiter-KG-Spitze steht – ab 19. Februar können die stillen Gesellschafter abstimmen, am 4. März wird ausgezählt.

Der "Spiegel" will im Rahmen seines großen Umbauprogramms in der Vermarktung offenbar die Anzeigendisposition und das Ad Management ausgliedern. Nach HORIZONT-Informationen spricht der Verlag darüber mit mehreren möglichen Dienstleistern, darunter Burdas frisch outgesourcte Firma Ad Tech Factory sowie Gruner + Jahr (mit 25,5 Prozent am "Spiegel" beteiligt) mit seinem Vermarkter G+J E/MS.

Eine "Spiegel"-Sprecherin möchte dies mit Verweis auf noch laufende interne Gespräche der Verlagsführung mit den Betroffenen und mit dem Betriebsrat nicht kommentieren. Warum die Entscheidung für oder gegen gerade G+J als Dienstleister innenpolitisch interessant wird – dazu mehr in der HORIZONT-Ausgabe 2/2016, die am Donnerstag, 14. Januar erscheint.

Unterdessen kristallisiert sich in der Redaktion, Dokumentation und in den kaufmännischen Abteilungen heraus, in welchen Teilbereichen jeweils dort wie viel zur Disposition steht; insgesamt sind es bekanntlich rund 150 Vollzeitstellen. Das halbjährige Kündigungsmoratorium, das der Betriebsrat als Sicherheitspuffer für die Betroffenen aushandelt hat, erweist sich für das Haus immer mehr als Unsicherheitsfaktor. Auch dazu mehr in der HORIZONT-Bezahlausgabe.

Und der Fahrplan für die Wahl der Geschäftsführung der Mitarbeiter-KG steht fest: Bis 22. Januar können sich Kandidaten aus den Reihen der – noch – rund 300 Print-Redakteure, 90 Dokumentare und 340 kaufmännischen Kollegen aufstellen. Ab dann läuft der interne Wahlkampf, bis zum 19. Februar. Danach wählen die rund 730 stillen Gesellschafter ihre Vertreter, wie alle drei Jahre. Und bald nach der Auszählung am 4. März bestimmen vielleicht ganz andere Köpfe die grundsätzlichen Geschicke des Hauses: Das neue Führungsquintett des Haupteigentümers Mitarbeiter KG, die 50,5 Prozent am "Spiegel" hält. rp

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