"Spiegel" 2013 lief etwas weniger schlimm als befürchtet

Montag, 03. März 2014
Spiegel-Manager Ove Saffe (c) Olaf Ballnus
Spiegel-Manager Ove Saffe (c) Olaf Ballnus

Nachgezählt: Die Spiegel-Gruppe korrigiert ihre Umsatzentwicklung 2013 im Stammgeschäft leicht nach oben. Im vergangenen Jahr sind die Anzeigenerlöse des Hauptobjekts "Spiegel" um etwa 7,5 Prozent eingebrochen, die Vertriebserlöse sind um rund 2 Prozent gesunken. Die vorläufige Jahresprognose für 2013 hatte im Dezember noch etwas heftiger geklungen. Anfang Dezember war Geschäftsführer Ove Saffe im Gespräch mit HORIZONT noch von minus 8 bis 9 Prozent (Anzeigen) und minus 3,5 Prozent (Vertrieb) ausgegangen. Im Branchendienst "New Business" gab er nun die finalen Zahlen bekannt. Beim Gesamtumsatz der Gruppe blieb es: 293 Millionen Euro, das sind 3,9 Prozent weniger als 2012. Damit fehlen abermals rund 12 Millionen Euro in der Kasse, nachdem der Umsatz bereits im Vorjahr um 20 Millionen Euro gesunken war. Und nur noch rund 60 Prozent der Gruppenerlöse entfallen auf den "Spiegel" plus Ableger (Print und E-Magazin); der Anteil der Werbeerlöse sank hier 2013 auf das historische Minimum von etwa einem Drittel.

Ansonsten bekräftigt Saffe die bekannten Pläne zur Digitalstrategie, zum künftigen Erscheinungstag Samstag (ab 2015) und zum geplanten Heftrelaunch, der auch das Cover umfassen und ab Mai sichtbar werden soll. HORIZONT hatte über diese Themen bereits im Dezember (Ausgabe 49/2013) und im Januar (Ausgabe 5/2014) ausführlich berichtet, unter anderem in Gesprächen mit Saffe und Chefredakteur Wolfgang Büchner. rp
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