Sparprogramm Spiegel Verlag kündigt 35 Mitarbeitern betriebsbedingt

Montag, 14. November 2016
Das "Spiegel"-Gebäude in der Hamburger Hafencity
Das "Spiegel"-Gebäude in der Hamburger Hafencity
Foto: Spiegel Gruppe
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Erstmals in seiner Geschichte muss "Der Spiegel" betriebsbedingte Kündigungen aussprechen. 35 Mitarbeiter aus dem Verlagsbereich verlieren ihren Job. Insgesamt fallen im Verlag bis Ende 2017 knapp 150 Stellen weg - die meisten Arbeitsplätze konnten im Rahmen von Vorruhestandsregelungen und internen Wechseln sozialverträglich abgebaut werden.
Für 35 Mitarbeiter aus dem Verlagsbereich gab es indes keine andere Alternative. Eine Verlagssprecherin bestätigte die Entscheidung gegenüber HORIZONT Online: "Es ist Geschäftsleitung und Betriebsrat gemeinsam gelungen, den geplanten Personalabbau in vielen Bereichen – so auch in der Redaktion – über Vorruhestand und eine interne Weitervermittlung zu bewältigen. Es verbleiben nun – nach heutigem Kenntnisstand – 35 Kündigungen im Verlag über einen Zeitraum von jetzt bis Ende 2017. Wir erwarten, dass sich diese Zahl noch weiter verringern wird." Zuvor hatte Meedia über die Kündigungen berichtet. Die Stellenstreichungen sind Teil des im vergangenen Jahr beschlossenen Sparprogramms, dem insgesamt 150 Stellen zum Opfer fallen - davon etwa 100 (von bisher 346) in den kaufmännischen Abteilungen, 35 (von 294) in der Print-Redaktion und rund 14 (von 87) in der Dokumentation. Eigentlich wollte der Verlag betriebsbedingte Kündigungen vermeiden - allerdings hatten die vorgesehenen Maßnahmen, darunter Vorruhestands- und Teilzeitangebote, Solidarmodelle wie Verzicht auf Gehalt und freiwillige Leistungen oder der Wechsel in Abfindungs-Transfergesellschaften, nicht ausgereicht, um alle Stellen ohne Kündigungen abzubauen.

In der vergangenen Woche hatte sich die Geschäftsführung mit dem Betriebsrat auf einen Sozialplan verständigt. Dieser regelt unter anderem die Konditionen für die Abfindung der gekünigten Mitarbeiter. Diese bekommen 1,3 Monatsgehälter pro Jahr Betriebszugehörigkeit. Die Kündigungen beim Spiegel Verlag sind ein Novum - bislang hatte es lediglich bei der Tochter Spiegel TV betriebsbedingte Kündigungen gegeben. dh
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