Sparprogramm "Mannheimer Morgen" baut Stellen ab

Freitag, 18. Juli 2014
Geschäftsführer Jansen will auch investieren (Bild: Dr. Haas Mediengruppe)
Geschäftsführer Jansen will auch investieren (Bild: Dr. Haas Mediengruppe)

Sparprogramm beim "Mannheimer Morgen". Angesichts rückläufiger Anzeigen- und Vertriebserlöse hat die Mannheimer Dr. Haas Mediengruppe, in der die Zeitung erscheint, ein Strategieprogramm 2020 vorgelegt, dass auch Stellenabbau in Redaktions- und Verlagsbereichen vorsieht. Björn Jansen, Geschäftsführender Gesellschafter der Haas GmbH, will den Verlag so auch in den nächsten Jahren profitabel halten. Das Programm sieht vor, dass für Verlag, Technik und Redaktion künftig nur noch Haustarife abgeschlossen werden. Einige Verlagsbereiche sollen an einen externen Dienstleister ausgelagert werden. Davon werden 20 Mitarbeiter betroffen sein.

Etwa die gleiche Stellenanzahl soll im Bereich Redaktion abgebaut werden. Dabei handelt es sich vor allem um Stellen, die durch den Renteneintritt frei würden und durch den Auslauf von befristeten Verträgen.

Haas will allerdings auch investieren. Rund neun Millionen Euro sollen in neue Aktivitäten fließen, zum Beispiel in den Online- und Dienstleistungsbereich. Dazu gehört auch die neugegründete Haas New Media. Die Tochter soll sich an Online-Unternehmen beteiligen und "mediennahe oder medienaffine Geschäftsmodelle" umsetzen, so Jansen. Auch die konzerneigene Werbeagentur Xmedias soll durch Zukäufe in der Region weiter wachsen.

Zu Haas gehören 19 Unternehmen und Beteiligungen mit insgesamt 640 Mitarbeitern. 2013 machte das Unternehmen einen Umsatz von rund 100 Millionen Euro. Neben dem "Mannheimer Morgen" gehören Zeitungen wie "Südhessen Morgen" und die "Fränkischen Nachrichten" zum Portfolio. Sie erreichen eine tägliche Auflage von rund 120.000 Stück. Zudem hält Haas Beteiligungen an Radio Regenbogen, Big FM und Antenne. pap
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