Social Media-Ranking Focus Online hält Bild.de auf Abstand / FAZ mit den größten Verlusten

Montag, 04. April 2016
Focus Online generierte auch im März die meisten Social-Media-Interaktionen
Focus Online generierte auch im März die meisten Social-Media-Interaktionen
Foto: Screenshot Focus Online

Die Social-Media Performance der deutschen Nachrichten-Sites ist auch im März auf Normal-Niveau verlieben. Im Storyclash-Ranking, das die sozialen Interaktionen auf Facebook und Twitter abbildet, führt nach wie vor Focus Online das Feld an. Sueddeutsche.de, das sich auf Platz 12 wiederfindet, wird durch #PanamaPapers einen Satz nach vorne machen können, erwarten die Analysten.
Das Storyclash-Ranking, das HORIZONT Online für Deutschland exklusiv veröffentlicht, verzeichnete für den Monat März insgesamt etwa 40,41 Millionen Interaktionen - das sind 6,7 Prozent weniger als noch im Februar. "Die Interaktionen sind sehr volatil. Die Verluste liegen deshalb absolut im normalen Bereich", sagt Storyclash-CEO Andreas Gutzelnig. Nach dem Rekord-Monat Januar waren die Nachrichten-Sites im Februar bei der Social-Media-Performance wieder auf Normal-Niveau geschrumpft. Und sind dort auch im März verblieben. Focus Online und Bild.de verlieren jeweils minimal im Vergleich zum Vormonat, führen das Feld jedoch nach wie vor an. Spiegel Online, das im Februar noch den Sprung aufs Treppchen feiern durfte, muss den dritten Platz im März sogleich an Heftig abgeben. Spiegel Online kommt insgesamt auf 1,69 Millionen Interaktionen, das Clickbait-Monster Heftig zählt etwa 1,89 Millionen.

Gewinner der März-Auswertung ist Huffington Post Deutschland. Die Website konnte laut Storyclash ihre Interaktionen um 8,6 Prozent auf etwa 1,17 Millionen steigern, muss sich aber auch heftige Kritik an seiner Social-Media-Strategie gefallen lassen. Boris Rosenkranz analysierte vor wenigen Wochen, wie die Huffington Post mit der Flüchtlingsthematik in sozialen Medien auf Click-Fang geht. "Um die Geschichten hinter den Links geht es ja eigentlich gar nicht. Die Leute sollen klicken, kommentieren", so Rosenkranz. Derweil muss die FAZ bei den Interaktionen das größte Minus einstecken: 25,9 Prozent weniger Likes, Shares und Kommentare bedeuten nur noch 678.739 Interaktionen und Platz 16 in der Rangliste.

Sueddeutsche.de findet sich auf Platz 12 wieder und musste mit einem 17-Prozent-Minus einen Platz abgeben. Durch #PanamaPapers wird es im April wieder bergauf gehen, erwartet Gutzelnig. Allein in den ersten 10 Stunden dieses Tages generierten die Münchener laut dem Storyclash-CEO 300 Prozent mehr Interaktionen als gestern im gleichen Zeitraum. ron 
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