Social Media Marketing Arte, Welt, Jam Fm, T3N und Gründerszene haben die Nase vorn

Freitag, 03. Juli 2015
Foto: Colourbox

Im Januar 2014 hat Professor Andreas Moring untersucht, wie Verlage und Zeitungen soziale Netzwerke nutzen. Am Ende der Studie stand eine ebenso einfache wie bemerkenswerte Erkenntnis: "Social Media Marketing ohne Marketing funktioniert nicht. Wer mit und in sozialen Netzwerken Erlöse generieren will, der kann das Thema nicht als rein redaktionelle Aufgabe begreifen." Genau das aber, so der Leiter des Studienganges Communication and Media Management am Hamburger Campus der Business & IT School BiTS, tun die meisten Medienunternehmen - "und fragen sich dann ernsthaft, wo bitte der ROI ihrer Social-Media- Aktivitäten bleibt".
Jetzt hat Moring untersucht, ob sich an diesem Befund etwas geändert hat und wer auf dem Social-Media-Feld die Avantgarde bildet, wer die rote Laterne hat. Das Ergebnis der Untersuchung, bei der die Interaktion mit Fans und Followern, die Authenzitität und Glaubwürdigkeit der Beiträge, die Konsistenz des Angebots, das Bewegtbildangebot, die Plattformstrategie und den Return on Investment (ROI) bewertet wurden, pauschal: Viele rote Laternen, wenig Avantgarde. HORIZONT Online präsentiert die Ergebnisse der Gattungen im Detail. 

Radio

Am erfolgreichsten präsentieren sich die Radiosender in den sozialen Netzwerken. Gesamtsieger ist Jam FM, ein privates Berliner Jugendradio; 1 Live, N-Joy, 89.0 RTL, Fritz Radio und Rock Antenne dürfen sich ebenfalls zur Avantgarde zählen.
(Bild: Prof. Dr. Andreas Moring)

TV

TV folgt an zweiter Stelle. Hier rangiert - ganz unvermutet - Arte an der Spitze, gefolgt von Sport 1 und Servus TV.
(Bild: Prof. Dr. Andreas Moring)

Tageszeitungen

Schlecht schneiden die Tageszeitungen ab, mit Ausnahme der Springer-Titel "Welt" und "Bild" und - mit Einschränkungen - "Tagesspiegel" und "Mittelbayerische Zeitung".
(Bild: Prof. Dr. Andreas Moring)

Zeitschriften

Etwas besser schlagen sich die Zeitschriften; allen voran die online- und technikaffinen Titel "T3N" und "Chip", dahinter allerdings schon die gute alte "Brigitte", noch vor "Focus", "Spiegel", "Stern" und vielen anderen.
(Bild: Prof. Dr. Andreas Moring)

Online

Auch nur im Mittelfeld: die reinen Onlinepublisher wie Buzzfeed, Vice und Huffington Post. Löbliche Ausnahme: "Gründerszene".
(Bild: Prof. Dr. Andreas Moring)
 Welche Erlösquellen Moring den Medien im Social Web nahelegt, steht in HORIZONT-Ausgabe 27, die auch auf  Tablets oder - nach einmaliger Registrierung - als E-Paper gelesen werden kann. Nicht-Abonnenten können hier ein HORIZONT-Abo abschließen.
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