Smartphone-Studie von G+J EMS Mobiles Internet zieht Aufmerksamkeit von TV ab

Freitag, 14. November 2014
Die mobile Internetnutzung macht anderen Medien zunehmend Konkurrenz
Die mobile Internetnutzung macht anderen Medien zunehmend Konkurrenz
Foto: Fotolia/Rangizzz

Die mobile Nutzung des Internets über Smartphones und Tablets hat das Einkaufs- und Medienrezeptionsverhalten rasant verändert. Hatten vor zwei Jahren erst 49,9 Prozent der mobilen Surfer schon einmal per Smartphone eingekauft, sind es in diesem Jahr schon 69,2 Prozent – die mit Abstand meisten (82 Prozent) über Amazon.

Dies ist ein Ergebnis der Studie "Mobile 360 Grad" des Gruner + Jahr-Digitalvermarkters G+J EMS, die in diesem Jahr zum dritten Mal durchgeführt wurde. Neben kostenpflichtigen Apps (69 Prozent) kaufen die Nutzer vor allem Bücher (62 Prozent) und Flug- oder Bahntickets (46 Prozent) übers mobile Netz.

Außerdem legt die Studie nahe, dass Handy und Co beim TV-Konsum Aufmerksamkeit rauben. So sagen 39,2 Prozent, dass sie beim Fernsehen häufig mit dem Smartphone online sind – meist zur Ablenkung, nicht sendungsbegleitend. Die Anzahl der User, die im Zweifel eher auf ihren Fernseher als auf ihr Smartphone verzichten würden, ist in den letzten zwei Jahren um fast 2 Prozentpunkte auf 44 Prozent gestiegen. Bei den unter 30-Jährigen sind es sogar 62,5 Prozent.

Knapp 90 Prozent der Smartphone-Nutzer surfen mehrmals täglich mobil im Netz, jeder zweite über 40 Minuten pro Tag – vor zwei Jahren war es gerade mal ein Drittel. Und fast zwei Drittel zeigen sich aufgeschlossen für Werbung, weil ihnen bewusst sei, dass diese die kostenfreie Nutzung ermöglicht, heißt es in der Studie. Sie basiert auf dem G+J Mobile Panel mit 1400 Usern, von denen 433 Smartphone- und 260 Tablet-Nutzer im Sommer befragt wurden, nach Alter und Geschlecht gemäß Agof-Mobile-Facts. rp

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