Sky Deutschland Komplettübernahme durch BSkyB wohl gefährdet

Donnerstag, 31. Juli 2014
BSkyB will sich Sky Deutschland einverleiben
BSkyB will sich Sky Deutschland einverleiben


Die geplante Komplettübernahme von Sky Deutschland durch den britischen Pay-TV-Konzern BSkyB ist gefährdet: Odey Asset Management, hinter 21st Century Fox zweitgrößter Aktionär der deutschen Sky-Filiale, hält den veranschlagten Übernahmepreis von 6,75 pro Aktie für zu niedrig. Das Angebot "untertreibt den Wert der Firma signifikant", zitiert Bloomberg aus einem Statement von Odey, das mit 8 Prozent an Sky Deutschland beteiligt ist. Zu diesem Preis werde man seine Anteile nicht veräußern, heißt es. Sky Deutschland hatte nach dem Übernahmeangebot angekündigt, es durch Vorstand und Aufsichtsrat zu prüfen, danach werde man eine Stellungnahme abliefern.

Vergangene Woche hatte BSkyB bestätigt, Sky Italia und Sky Deutschland komplett von Rupert Murdochs 21st Century Fox übernehmen zu wollen. Für die 100 Prozent der Anteile an der italienischen Sky-Dependance zahlen die Briten umgerechnet rund 2,6 Milliarden Euro. Für die 57,4 Prozent, die, 21st Century Fox an Sky Deutschland hält, werden etwa 3,7 Milliarden Euro fällig. Den Rest wollte man wie gesagt für 6,75 Euro pro Aktie übernehmen.

Mit dem Geld will Murdoch seine Kriegskasse für die geplante Übernahme des Konkurrenten Time Warner auffüllen - bleibt Odey Asset Management hart, wird der Geldsegen etwas geringer ausfallen. ire
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