Sitzung ZDF-Fernsehrat rügt "Deutschlands Beste!" und will mehr Transparenz

Montag, 22. September 2014
Der Fernsehrat des ZDF will künftig für mehr Transparenz sorgen
Der Fernsehrat des ZDF will künftig für mehr Transparenz sorgen
Foto: Bild: ZDF/Rico Rossival

Rüge von ganz oben: Der Fernsehrat des ZDF hat in seiner jüngsten Sitzung die Manipulationen bei der Rankingshow "Deutschlands Beste!" kritisiert. Außerdem will sich das Aufsichtsgremium künftig in Transparenz üben und ab 2015 öffentlich tagen.
Der Fernsehrat stellte in seiner Sitzung am Freitag fest, dass bei der Rankingshow die Richtlinien des öffentlich-rechtlichen Senders verletzt wurden. "Der Fernsehrat hat darauf gedrungen, dass das ZDF Regeln erarbeitet, die derartige Vorfälle in Zukunft verhindern und die Transparenz von Zuschauer-Votings erhöhen sollen", bekräftigt Ruprecht Polenz, Vorsitzender des Fernsehrats. "Das Gremium wird darauf achten, dass die Regeln im Sinne der Zuschauer in Zukunft konsequent umgesetzt werden." Die Redaktion hatte für die Anfang Juli ausgestrahlte Show Umfrageergebnisse manipuliert, um die Ranglistenplätze der eingeladenen Gäste, darunter Franz Beckenbauer, Bully Herbig, Hannelore Kraft und ZDF-Anchorman Claus Kleber zu verbessern. Als Konsequenz aus dem Skandal trat ZDF-Unterhaltungschef Oliver Fuchs zurück.

In punkto Transparenz will der Fernsehrat künftig mit gutem Beispiel vorangehen und kündigte am Freitag an, ab 2015 grundsätzlich öffentlich zu tagen. Die Ausschüsse werden aber auch weiterhin hinter verschlossenen Türen beraten. Eine "Arbeitsgruppe Transparenz" soll außerdem weitergehende Maßnahmen erarbeiten, um die Arbeit des Gremiums noch transparenter zu machen. dh
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