Sicherheitslücke Yahoo-Werbung verbreitete Schadsoftware

Montag, 06. Januar 2014
Auf den Yahoo-Seiten in Europa wurde Schadsoftware entdeckt
Auf den Yahoo-Seiten in Europa wurde Schadsoftware entdeckt

Über Werbeanzeigen auf den europäischen Seiten des Yahoo-Netzwerks wurden die Rechner tausender Nutzer mit Schadsoftware infiziert. Das Unternehmen hat den Hacker-Angriff laut der Nachrichtenagentur Reuters bereits bestätigt und versichert, das Problem schnell beseitigt zu haben. Dem Unternehmen zufolge seien keine Mac-Computer und mobile Endgeräte betroffen gewesen. Ein erster Bericht über den Virus-Angriff erschien bereits vergangenen Freitag auf dem Blog der niederländischen Computersicherheitsfirma Fox IT. Demnach sei die Schadsoftware schätzungsweise an rund 300.000 Nutzer pro Stunde ausgeliefert worden, was 27.000 Infizierungen pro Stunde entsprechende.

Am meisten betroffen seien Nutzer aus Rumänien, Großbritannien und Frankreich. Warum gerade diese Länder so stark betroffen sind, ist unklar. Die IT-Experten vermuten jedoch, dass der Virus entsprechend programmiert wurde. Aus Deutschland kamen der Schätzung von Fox IT nach nur etwa 2 Prozent der betroffenen Nutzer.

Wer hinter der Attacke steckt, ist den Niederländern zufolge derzeit noch nicht bekannt. Der Angriff soll aber "eindeutig finanziell motiviert" gewesen sein. So hätten die Urheber "ihre Dienste anderen Akteuren angeboten". ire
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